Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie >

Immer mehr Haushalten wird der Strom abgeklemmt

Energiearmut  

Immer mehr Haushalten wird der Strom abgeklemmt

18.04.2014, 14:54 Uhr | dpa, t-online.de

Immer mehr Haushalten wird der Strom abgeklemmt. Stromsperren nehmen in Deutschland weiter zu (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Stromsperren nehmen in Deutschland weiter zu (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Deutschland wird immer mehr Menschen der Strom abgestellt, weil sie ihre Rechnung nicht bezahlen. Im Jahr 2012 gab es demnach mehr als 321.500 Stromsperren, drei Prozent mehr als im Jahr davor. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt" vorab aus ihrer Samstagsausgabe unter Berufung auf die Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei. Die Partei und Sozialverbände warnten deshalb vor wachsender "Energiearmut".

Als ein Grund für die gestiegene Zahl der Stromsperren gilt der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien, wodurch die Energiepreise steigen. "Es ist absolut unverhältnismäßig, dass Familien wegen ein paar Euro im Dunkeln sitzen müssen", sagte Linksfraktions-Vize Caren Lay dem Blatt. "Stromsperren für Privathaushalte müssen per Gesetz verboten werden", forderte sie. "Wir brauchen außerdem einen Härtefallfonds, der Haushalten mit Zahlungsrückständen kurzfristig unbürokratisch hilft."

Der Präsident des Sozialverbandes SoVD, Adolf Bauer, sagte der Zeitung: "Die Zahlen zeigen, dass Energiearmut wächst." Der SoVD ist für die Einführung von Sozialtarifen für Bezieher niedriger Einkommen. "Wenn das nicht ausreicht, muss auch über einen Energiekostenzuschuss nachgedacht werden."

Strom-Rechner
AnzeigeStrompreisvergleich
Strompreise vergleichen mit

Jetzt PLZ eingeben und bis zu 800 € sparen


Regierung will Stromsperren vermeiden

Das Wirtschaftsministerium hält die derzeitige Unterstützung dagegen für ausreichend. "Durch das Sozialrecht wird der Strombedarf von Empfängern staatlicher Transferleistungen angemessen gesichert", schreibt Wirtschaftsstaatssekretär Uwe Beckmeyer (SPD) in der Antwort auf die Linkspartei-Anfrage. Die Grundsicherung für Arbeitssuchende berücksichtige auch die Kosten für den allgemeinen Haushaltsstrom und werde jährlich angepasst. Ob diese Beträge ausreichen, ist jedoch umstritten. Wer arbeitslos ist, verbringt mehr Zeit zuhause und verbraucht deshalb auch möglicherweise mehr Strom als ein Berufstätiger.

Im Koalitionsvertrag heißt es, die schwarz-rote Regierung wolle "Regelungen für einen besseren Schutz vor Strom- und Gassperren" erreichen. Als Beispiel wird der "Einsatz von intelligenten Stromzählern mit Prepaid-Funktion" genannt.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Jobsuche

Anzeige
 

Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie

shopping-portal