Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie >

Endlager-Suche: Minister verurteilt "erbärmliche Form von Politik"

Energieminister teilt aus  

"Erbärmliche Form von Politik" bei Endlager-Suche

22.04.2014, 11:56 Uhr | dpa, t-online.de

Endlager-Suche: Minister verurteilt "erbärmliche Form von Politik". Castor-Behälter in einer Lagerhalle des Forschungszentrums Jülich. Bisher gibt es kein Atom-Endlager in Deutschland (Quelle: dpa)

Castor-Behälter in einer Lagerhalle des Forschungszentrums Jülich. Bisher gibt es kein Atom-Endlager in Deutschland (Quelle: dpa)

Schleswig-Holsteins Energieminister Robert Habeck (Grüne) bezeichnet die Suche nach einem Atom-Endlager als „erbärmliche Form von Politik“. Speziell an unionsgeführten Ländern lässt er kein gutes Haar.

"Gerade die Länder, die bis zum Schluss für die Atomenergie gekämpft und von ihr - auf Kosten der Zukunft - profitiert haben, verweigern sich", sagte Habeck in einem Interview. Für den historischen Fehler Atomenergie wolle niemand geradestehen.

Habeck verwies darauf, dass der Standort für ein atomares Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland erst bis zum Jahr 2031 feststehen solle und dann das Lager noch gebaut werden müsse. Er betonte, die gerade gegründete Endlagersuche-Kommission werde Kriterien für einen geeigneten Standort definieren, aber nicht einen Standort empfehlen. Habeck gehört als Vertreter Schleswig-Holsteins der Kommission an.

Strom-Rechner
AnzeigeStrompreisvergleich
Strompreise vergleichen mit

Jetzt PLZ eingeben und bis zu 800 € sparen


"Der Atommüll muss irgendwo hin"

"Die Kommission soll dafür bürgen, dass sich die Fehler der Vergangenheit, wie sie mit der Festlegung auf Gorleben gemacht wurden, nicht wiederholen", meinte Habeck. Sie müsse die Kriterien für eine Endlagersuche öffentlich nachvollziehbar und im steten Austausch mit der Gesellschaft entwickeln und darlegen. "Wir haben mit dem Einstieg in die Atomenergie einen historischen Fehler gemacht." Und dennoch: "Der Atommüll muss irgendwo hin."

Man müsse sich klar darüber sein, dass der Atommüll nicht nur für einige Jahrzehnte, sondern für eine Million Jahre gelagert werden müsse. "Die Vorbereitung auf die Kommissionsarbeit zeigt mir einmal mehr, welch ein unverantwortlicher Irrsinn die Atomkraft ist", sagte Habeck.

Froh über BUND-Engagement

Er begrüßte, dass nach langem Widerstand und Zögern auch der Umweltverband BUND in der Kommission mitarbeiten will. "Wenn man jetzt die Gunst der Stunde nicht nutzt, dann endet alles wieder bei Gorleben. Deshalb freue ich mich, dass der BUND doch mitmacht." Weiter sagte Habeck: "Es ist eine mutige und richtige Entscheidung. Probleme zu lösen, bedeutet eben, Verantwortung zu übernehmen."

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Mehr zu den Themen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Jobsuche

Anzeige
 

Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie

shopping-portal