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NordLink: Strombrücke zwischen Deutschland und Norwegen ist sicher

NordLink-Vertrag unterzeichnet  

Strombrücke zwischen Deutschland und Norwegen kommt

10.02.2015, 16:41 Uhr | dpa

NordLink: Strombrücke zwischen Deutschland und Norwegen ist sicher. Querschnitt eines Unterwasser-Kabels: So wird die Stromverbindung zwischen Deutschland und Norwegen aussehen. (Quelle: dpa)

Querschnitt eines Unterwasser-Kabels: So wird die Stromverbindung zwischen Deutschland und Norwegen aussehen. (Quelle: dpa)

Die Strombrücke zwischen Deutschland und Norwegen ist beschlossen. Im norwegischen Haugesund wurde ein Vertrag für den Bau des 623 Kilometer langen Gleichstrom-Seekabels "NordLink" unterzeichnet. Über die Trasse sollen sich beide Länder künftig gegenseitig mit Ökostrom versorgen.

Die Investitionen sollen bei gut 1,5 Milliarden Euro liegen. Da Deutschland im Norden oft zu viel Strom produziert, könnte dieser dank der Strombrücke in Pumpspeicherkraftwerken in Norwegen gespeichert und bei Bedarf zurückgeleitet werden.

Gabriel: wichtiges Signal

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), der im Inland beim Netzausbau vor allem mit großen Widerständen in Bayern zu kämpfen hat, sieht in dem Projekt ein wichtiges Signal für den europäischen Strommarkt. "Wir unterstützen diese neue Seekabelverbindung, denn sie ist ein weiterer wichtiger Schritt zu mehr Versorgungssicherheit für Deutschland, aber auch für Norwegen", sagte Gabriel.

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Durch das NordLink-Kabel können bis zu 1400 Megawatt Strom fließen. Die Leitung soll 2020 fertig, ein Probebetrieb 2019 möglich sein. Die Trasse wird von Tonstad in Norwegen bis nach Wilster in Schleswig-Holstein gehen.

Die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Statnett sowie die deutsche Staatsbank KfW unterschrieben in Haugesund den Vertrag. Die norwegische Statnett wird 50 Prozent am NordLink-Konsortium halten, Tennet und KfW jeweils 25 Prozent.

Seehofer stellt sich quer

Mit voranschreitenden Großprojekten wie NordLink dürfte der Druck auf Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) zunehmen, der sich beim verabredeten Netzausbau noch querstellt. Neben dem NordLink soll der 800 Kilometer lange SuedLink von Schleswig-Holstein nach Baden-Württemberg und Bayern das Herzstück der Energiewende werden und Windstrom aus dem Norden in den Süden transportieren. Bayern braucht Ersatzkapazitäten, da hier Atomkraftwerke vom Netz gehen.

Seehofer hatte 2013 im Bundesrat dem SuedLink zugestimmt, ebenso einer "Stromautobahn" von Sachsen-Anhalt nach Bayern. Doch nach Protesten gab es einen Energiedialog mit den Bürgern - nun sollen Seehofer, Gabriel und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) entscheiden, welche der Trassen nach Bayern kommen soll und welche nicht.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil forderte ein Machtwort von Merkel. "Es ist an der Zeit, dass die Bundesregierung und die Kanzlerin sehr klar sagen, wo es lang gehen soll", findet der SPD-Politiker. Das Verhalten Seehofers sei sowohl für das Unternehmen Tennet "unzumutbar", das für den Bau verantwortlich sei, als auch für die Menschen entlang der Trassenkorridore. Bayern habe kein Veto-Recht bei dem Thema.

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