Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie >

Hitzewelle kostet Verbraucher zweistelligen Millionenbetrag

Stromautobahnen verstopft  

Hitzewelle kostet zweistelligen Millionenbetrag

16.08.2015, 10:56 Uhr | dpa

Hitzewelle kostet Verbraucher zweistelligen Millionenbetrag. Deutschlands Photovoltaik-Anlagen sind derzeit einer Dauerbestrahlung ausgesetzt. (Quelle: Imago / Bllickwinkel)

Deutschlands Photovoltaik-Anlagen sind derzeit einer Dauerbestrahlung ausgesetzt. (Quelle: Imago / Bllickwinkel)

Worum es geht: Die aktuelle Hitzewelle sorgt für erhebliche Mehrkosten. Der Hauptgrund: Die Sonne bringt zu viel Solarstrom in die Leitungen, der sich nicht wegleiten lässt - denn noch fehlen die geplanten Nord-Süd-Stromautobahnen. Konventionelle Kraftwerke müssen deshalb hinten anstehen und die Produktion drosseln. Dafür steht ihnen wiederum eine Entschädigung zu. Wer die zahlt? Natürlich der Verbraucher.

Mit zweistelligen Millionenkosten belastet die wochenlange Hitzewelle die deutschen Stromkunden. Die Gründe dafür: Eine riesige Produktion von Sonnenstrom aus Photovoltaik-Anlagen im Norden. Dazu kommen Ökostromexporte nach Südosteuropa und enorme Probleme in Polen: Dort ist der Strom knapp, weil wegen der Hitze die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden müssen. Hier hilft Deutschland mit grenzüberschreitenden Eingriffen - eine weitere Belastung.

Weil das alles zusammen die Leitungen verstopft, musste in Nordostdeutschland teilweise die Stromproduktion konventioneller Kraftwerke drastisch verringert werden. Deren Betreiber werden entschädigt, was die Verbraucher über die Netzentgelte mit der Stromrechnung bezahlen müssen. 

Strom-Rechner
AnzeigeStrompreisvergleich
Strompreise vergleichen mit

Jetzt PLZ eingeben und bis zu 800 € sparen


Neue Stromautobahnen fehlen an allen Ecken und Enden

"Wir geben seit der Hitzewelle jeden Tag grob 2,5 Millionen Euro aus für grenzüberschreitende Eingriffe mit unseren Nachbarn, um das Netz stabil zu halten", sagte der Geschäftsführer Systembetrieb beim großen Netzbetreiber 50Hertz, Dirk Biermann. "Über den Daumen hat uns die Hitzewelle bisher schon 25 Millionen Euro gekostet." 50Hertz versorgt rund 18 Millionen Haushalte im Norden und Osten Deutschlands. 

Am Freitag beliefen sich bei 50Hertz die Eingriffe ins Netz zeitweise auf 5745 Megawatt - das entspricht rechnerisch etwa der Leistung von vier Atomkraftwerken.

Im Gesamtjahr erwartet Biermann im bundesweiten Stromnetz Kosten für Notmaßnahmen, um Blackouts zu verhindern, von bis zu 500 Millionen Euro, weil die geplanten Nord-Süd-Stromautobahnen fehlen: "Das wird ein sehr, sehr teures Jahr für Netzeingriffe gewesen sein."

50Hertz lobt, dass die Koalitionsspitzen sich nach langem Streit mit Bayern auf den Bau großer Gleichstromtrassen nach Süden geeinigt hatten. "Aber wir werden noch ein paar Jahre ohne sie auskommen müssen", meinte Biermann. Umso wichtiger seien aktuelle Netzausbau-Projekte wie die Thüringer Strombrücke oder die Uckermarkleitung, um Wind- und Solarstrom in den Süden zu bringen. 

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Jobsuche

Anzeige
 

Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie

shopping-portal