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China baut schwimmendes Atomkraftwerk

Politischer Sprengstoff  

China baut schwimmendes Atomkraftwerk

23.04.2016, 13:25 Uhr | t-online.de

China baut schwimmendes Atomkraftwerk. Simulation zeigt die russischen Pläne für schwimmende Kernkraftwerke. Offenbar arbeitet China zurzeit an einem ähnlichen Projekt. (Quelle: www.okbm.mnov.ru)

Simulation zeigt die russischen Pläne für schwimmende Kernkraftwerke. Offenbar arbeitet China zurzeit an einem ähnlichen Projekt. (Quelle: www.okbm.mnov.ru)

Dieses Projekt birgt politischen Sprengstoff: Wie Russland plant nun auch China den Bau eines schwimmenden Atomkraftwerks. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) und beruft sich auf chinesische Staatsmedien. 

Kernkraftwerke mit eher geringer Kapazität, stationiert auf einer schwimmenden Plattform: Bereits seit mehreren Jahren arbeitet die russische Agentur für Atomenergie an solchen Anlagen. Nach ihrer für 2017 oder 2018 geplanten Fertigstellung sollen die Kraftwerke in küstennahen Gewässern in der Nähe von Städten und Industriegebieten zum Einsatz kommen.

China plant Inbetriebnahme für 2019

Im Januar hatte der Vorsitzende der chinesischen Atomenergiebehörde über ähnliche Pläne in seinem Land gesprochen. Er erklärte damals, dass China zur "militärischen Seemacht werden" wolle und dafür von allen Möglichkeiten Gebrauch machen müsse.

Inzwischen scheint das Vorhaben dem "FAZ"-Bericht zufolge weiter vorangeschritten zu sein. Der Vorstandschef der Werft China Shipbuilding Industry sagte demnach der regierungsnahen Pekinger Zeitung "Gobal Times", dass sein Unternehmen derzeit an der schwimmenden Nuklearanlage arbeite. In einem anderen chinesischen Staatsmedium heißt es laut "FAZ", die Reaktor-Plattform solle 2018 fertig gestellt sein und 2019 in Betrieb gehen.

Territorialstreit im Chinesischen Meer

Die Pläne der chinesischen Regierung könnten den Konflikt im Südchinesischen Meer weiter verschärfen. Das Südchinesische Meer liegt zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Es gilt als einer der wichtigsten Transportwasserwege der Welt: Ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs wird dort abgewickelt. In der Region werden große Öl- und Gasvorkommen vermutet.

China beansprucht jedoch 90 Prozent des 3,5 Millionen Quadratmeter großen Gebietes - darunter Inseln und Riffe, die teils mehr als 800 Kilometer von der chinesischen, aber nur etwa 220 Kilometer von der philippinischen Küste entfernt liegen. Weitere Expansionspläne Chinas im Südchinesischen Meer werden von den Anrainerstaaten wie auch von den USA mit großen Argwohn beobachtet.

Kraftwerke dienen wohl nicht nur zivilen Zwecken

Zwar hatte China bislang immer betont, dass ihre Anlagen auf Inseln wie den Spratlys im Südchinesischen Meer hauptsächlich zivilen Zwecken dienten. Die "Global Times" zitiert dagegen laut "FAZ" nun einen chinesischen Experten, der erklärt, die schwimmenden Atomkraftwerke könnten nicht nur Energie für Seerettungseinrichtungen liefern. 

Die Anlagen könnten demnach auch den Bau militärischer Anlagen sowie See- und Flughäfen unterstützen. Die Spratly-Inseln beispielsweise liegen dem Fachmann zufolge so weit vom chiensischen Festland entfernt, dass sich der Transport von Kohle und Öl zur Energiegewinnung schwierig gestalte. Die schwimmenden Reaktor-Plattformen könnten deshalb eine Schlüsselrolle bei der militärischen Aufrüstung Pekings im Südchinesischen Meer einnehmen.

Umstrittene Seegrenzen im südchinesischen Meer. (Quelle: dpa)Umstrittene Seegrenzen im südchinesischen Meer. (Quelle: dpa)

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