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Solarworld soll 720 Millionen Euro an Hemlock zahlen

Prozessniederlage in den USA  

Solarworld soll 720 Millionen Euro an Hemlock zahlen

27.07.2016, 16:50 Uhr | dpa-AFX

Solarworld soll 720 Millionen Euro an Hemlock zahlen. Ein Solarworld-Mitarbeiter prüft eine PERC-Zelle. Der Bonner Photovoltaik-Konzern wurde von einem US-Gericht zu hohem Schadenersatz verurteilt.  (Quelle: dpa)

Ein Solarworld-Mitarbeiter prüft eine PERC-Zelle. Der Bonner Photovoltaik-Konzern wurde von einem US-Gericht zu hohem Schadenersatz verurteilt. (Quelle: dpa)

Der Bonner Photovoltaik-Konzern Solarworld soll nach einem verlorenen Prozess in den USA umgerechnet mehr als 720 Millionen Euro an einen ehemaligen Rohstofflieferanten zahlen. Das entschied das zuständige Gericht im US-Staat Michigan, wie Solarworld mitteilte.

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Solarworld kündigte Berufung in den USA an. Das Berufungsverfahren werde voraussichtlich etwa ein Jahr dauern, erklärte Solarworld in einer Mitteilung an die Aktionäre. Für den Fall einer Niederlage auch in zweiter Instanz in den USA rechne Solarworld außerdem nicht damit, dass das Urteil in Deutschland vollstreckbar wäre.

Der frühere Silizium-Lieferant Hemlock hatte das Bonner Unternehmen wegen nicht erfüllter Abnahmeverträge geklagt. Die Solarworld-Aktie zeigte sich am Mittwoch freundlich.

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Gegen die Lieferverträge bestünden kartellrechtliche Bedenken nach europäischem Recht, hieß es. Sie würden eine Anerkennung des US-Urteils in Deutschland voraussichtlich verhindern, erklärte der Solarhersteller.

Solarworld bestätigte deshalb die bisherige Risikoeinschätzung des Prozesses aus dem aktuellen Geschäftsbericht als "gering". Sollte es aber doch zur Vollstreckung kommen, "hätte dies erhebliche negative Auswirkungen auf die Liquiditätslage der Gesellschaft bis hin zur Bestandsgefährdung", heißt es in demselben Geschäftsbericht.

Das US-Unternehmen beruft sich auf langfristige Lieferverträge, die Solarworld und Hemlock 2005 geschlossen hatten. Solarworld hatte die vertraglich zugesicherte Abnahme von Hemlock-Silizium zu festen Preisen in der weltweiten Solarkrise gestoppt, nachdem der Siliziumpreis dramatisch abgestürzt war. Deshalb hatte Hemlock 2013 Klage in den USA erhoben.

Solarworld beschäftigt weltweit rund 3800 Menschen. Das Bonner Unternehmen, das 2013/14 gerade einen scharfen Schuldenschnitt hinter sich gebracht hat und noch in der Restrukturierung steckt, hatte für den Prozess keine Rückstellungen gebildet. Die Schadenersatzsumme übersteigt die aktuell flüssigen Mittel um ein Vielfaches. Der Börsenkurs fiel am Morgen leicht.

Solarworld hatte in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass Unternehmenschef Frank Asbeck sich um eine gütliche Einigung mit Hemlock bemühe.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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