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Endergebnis: Schweizer stimmen gegen vorzeitigen Atomausstieg

Jetzt ist es amtlich  

Schweizer stimmen gegen schnellen Atomausstieg

27.11.2016, 17:35 Uhr | AFP, dpa

Endergebnis: Schweizer stimmen gegen vorzeitigen Atomausstieg. Blick vom baden-württembergischen Waldshut auf das schweizerische AKW Leibstadt am Hochrhein. (Quelle: dpa)

Blick vom baden-württembergischen Waldshut auf das schweizerische AKW Leibstadt am Hochrhein. (Quelle: dpa)

Das Referendum für einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie in der Schweiz ist gescheitert. Mit einer klaren Mehrheit haben die Schweizer gegen die Initiative der Grünen gestimmt.

54,2 Prozent der Teilnehmer stimmten am Sonntag gegen gegen den geforderten Atomausstieg, nur 45,8 Prozent dafür. Der Initiative, die von den Grünen und anderen linksgerichteten Parteien unterstützt wurde, waren eigentlich gute Chancen eingeräumt worden, da sie in Umfragen auf hohe Zustimmung gestoßen war. 

Reaktoren nahe der deutschen Grenze bleiben am Netz

In 20 der 26 Kantone wurde der konkrete Zeitplan zurückgewiesen. Die höchste Zustimmung für die Initiative gab es im Kanton Basel, wo 60,5 Prozent der Teilnehmer für den beschleunigten Atomausstieg stimmten. Die Beteiligung bei der Volksabstimmung lag bei 44,8 Prozent. 

Der zur Abstimmung vorgelegte Zeitplan sah vor, alle Schweizer Atomkraftwerke höchsten 45 Jahre laufen zu lassen und damit das letzte spätestens 2029 vom Netz zu nehmen. Die zwei Reaktoren des Akw Beznau nahe der deutschen Grenze hätten dann schon im kommenden Jahr stillgelegt werden müssen.

Kritik aus Deutschland

Die wenige Kilometer südlich von Baden-Württemberg gelegene Anlage ging bereits vor 47 Jahren in Betrieb und ist das weltweit dienstälteste Atomkraftwerk. Auch das Kraftwerk in Mühleberg im Kanton Bern hätte den Plänen zufolge 2017 schließen müssen.

"Ein schwarzer Tag für den Schutz von Mensch und Umwelt", erklärte die atompolitische Sprecherin der deutschen Grünen, Sylvia Kotting-Uhl, in Berlin zum Ausgang des Referendums im Nachbarland. Die Bundesregierung müsse umso mehr "jetzt endlich die gefährlichen Defizite der Schweizer Uralt-Meiler thematisieren". "Diese tickenden Zeitbomben gleich hinter der süddeutschen Grenze sind ein unverantwortliches Risiko, das mit jedem Jahr größer wird", warnte die Grünen-Politikerin.

"Das Ergebnis des Volksentscheids ist eine Enttäuschung für alle, die sich Klarheit darüber erhofft hatten, wann in der Schweiz der letzte Atommeiler vom Netz geht", erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD).

Schweizer AKW mit unbegrenzter Lizenz

Die Regierung in Bern hatte bereits vor fünf Jahren unter dem Eindruck des folgenschweren Atomunfalls im japanischen Fukushima einen Atomausstieg beschlossen. Vor dem Referendum warb sie allerdings für einen schrittweisen Atomausstieg ohne festen Zeitplan. Die Regierung warnte vor negativen Folgen für die Energieversorgung, falls die Meiler zu früh abgeschaltet werden.

Die Schweiz deckt etwa ein Drittel ihres Strombedarfs mit Atomkraftwerken, fast 60 Prozent mit Wasserkraft und gut vier Prozent mit anderen erneuerbaren Energien. Alle Atomkraftwerke in der Schweiz haben eine zeitlich unbegrenzte Lizenz.

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