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Anleger stürzen sich auf sichere Staatsanleihen

Finanzkrise  

Anleger stürzen sich auf sichere Staatsanleihen

08.10.2008, 14:24 Uhr | sky, t-online.de

Staatspapiere sind gefragt. (Foto: imago)Staatspapiere sind gefragt. (Foto: imago) Finanzkrise ohne Ende, Angst vor Bankenpleiten, Kapriolen am Aktienmarkt: Die Anleger sind verunsichert wie nie zuvor. Kein Wunder, dass zuletzt viel Geld von der Börse abgeflossen ist. Dagegen erleben sichere Bundeswertpapiere einen enormen Ansturm. Für die bürgt der deutsche Staat.

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Nachfrage nach Staatspapieren springt

Derzeit sei ein eindeutiger Trend festzustellen, sagte Boris Knapp, Pressesprecher der Bundesfinanzagentur, im Gespräch mit t-online.de/wirtschaft: Bundeswertpapiere seien aktuell besonders stark gefragt. In den vergangenen Tagen sei eine Vervielfachung der Nachfrage zu verzeichnen gewesen - vor allem bei Privaten, aber auch bei institutionellen Kunden.

Absatz der Tagesanleihe verfünffacht

So erlebe die zum 1. Juli aufgelegte neue Tagesanleihe des Bundes im Moment einen regelrechten Run. Das jüngste Anlageprodukt unter den Bundeswertpapieren sei speziell für Privatkunden aufgelegt worden. Das Volumen dieser Tagesanleihe betrage aktuell über 750 Millionen Euro. In normalen Zeiten seien davon sechs bis zehn Millionen Euro pro Geschäftstag abgesetzt worden. Mit Verschärfung der Finanzkrise habe sich der Absatz in der Spitze verfünffacht.

Kombination aus Tagesgeld und Anleihe

Die Tagesanleihe verbinde die Flexibilität von Tagesgeld mit der Sicherheit einer Bundesanleihe und biete dem Anleger einen täglichen Zinseszins-Effekt, erläuterte Knapp weiter. Der Tageszins richte sich mit einem Abschlag nach dem EONIA-Satz, dem Interbanken-Zins für Übernacht-Ausleihungen. Heute betrage die daraus resultiere Tagesrendite 4,06 Prozent.

Zinsen für Finanzierungsschätze gesenkt

Wermutstropfen für Anleger: Die Finanzagentur des Bundes hat die Renditen für Finanzierungsschätze am Mittwoch deutlich gesenkt. Die Rendite für Papiere mit einer Laufzeit von einem Jahr und einer Fälligkeit am 20. Oktober 2009 betrage nun 2,55 (bisher 3,35) Prozent, teilte die Finanzagentur mit. Die Rendite für zweijährige Papiere mit einer Fälligkeit am 20. Oktober 2010 verringere sich auf 2,85 (bisher 3,15) Prozent.

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Auch Institutionelle suchen Sicherheit

Bei den Institutionellen ließe sich Ähnliches beobachten: So habe die Finanzagentur im Auftrag des Bundes am 22. September beispielsweise drei unverzinsliche Schatzanweisungen mit Fälligkeit im Januar, Februar und März 2009 um jeweils eine Milliarde Euro aufgestockt. Die Bekanntgabe erfolgte an diesem Montag kurz vor Handelsbeginn - bis zum Mittag seien alle drei Tranchen vollständig ausverkauft gewesen. Generell seien die Auktionen von Bundesemissionen im Jahresdurchschnitt bislang doppelt überzeichnet.

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