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Zinsen und Finanzamt: So nutzen Sie den Sparer-Freibetrag


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Sparer-Freibetrag: Wie Sie dem Finanzamt bei den Zinsen ein Schnippchen schlagen

afp, t-online, cs mit dpa-tmn

09.03.2012Lesedauer: 2 Min.
Anleger sollten ihren Sparer-Freibetrag clever einsetzen
Anleger sollten ihren Sparer-Freibetrag clever einsetzen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Sparer werden von Finanzamt Jahr für Jahr ordentlich zur Kasse gebeten. Wer über den Sparer-Freibetrag von 801 Euro kommt, bei dem kassiert die Behörde über ein Viertel der Erträge ab. Deshalb ist es besonders wichtig, die Freibeträge für eigene Konten clever zu verteilen. Denn das spart mitunter Steuern. Prüfen Sie also die Jahressteuerbescheinigung ihrer Banken gründlich. Denn diese geben Ihnen einen ersten Überblick, für welches Konto sie wie viele Zinsen erhalten haben. Auf Grundlage dieser Übersicht können sie dann den Sparer-Freibetrag optimal ausnutzen - und wer Kinder hat, kann mit deren Hilfe zusätzlich Steuern sparen.

Sparer-Freibetrag richtig verteilen

Anfang des Jahres verschicken die Banken an ihre Kunden eine Bescheinigung über die erhaltenen Zinsen. Diese Jahressteuerbescheinigung erhalten Anleger kostenlos von ihrem Konto- und Depotanbieter. Während einige Banken die Bescheinigung automatisch zustellen, muss das Dokument in anderen Fällen angefordert werden. Da dies einige Wochen dauern kann, sollten Sparer frühzeitig bei ihren Anbietern nachfragen.

Der Bund der Steuerzahler empfiehlt allen Bankkunden, sich diese Bescheinigung besonders genau anzusehen. Denn möglicherweise wurde der Sparer-Freibetrag nicht optimal ausgenutzt. Dies kann vor allem bei Sparern mit Konten bei mehreren Banken der Fall sein.

Abgeltungsteuer für Kapitalerträge

Seit 2009 gilt für Kapitalgewinne im Privatvermögen die Abgeltungsteuer. Bis zu einem Betrag von 801 Euro beziehungsweise 1602 Euro bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei. Werden diese Beträge nicht überschritten, behält die Bank keine Abgeltungsteuer ein, wenn ein entsprechender Freistellungsauftrag vorliegt. Wer mehr bekommt, muss zahlen. Wichtig: Wessen Grenzsteuersatz niedriger ist als die Abgeltungssteuer, kann sich zu viel gezahlte Steuern vom Finanzamt zurückholen.

Wer allerdings mehrere Konten bei verschiedenen Banken nutzt, sollte den Sparer-Freibetrag entsprechend der zu erwartenden Gewinne verteilen. Dabei sollte auch der Bausparvertrag nicht vergessen werden, denn auch hier wird sonst Abgeltungsteuer fällig. Die Änderung der Freistellungsaufträge kann bei der Bank beantragt werden. Die Bank benötigt dazu die Steuer-Identifikationsnummer des Kunden.

Vermögen auf Kinder übertragen

Wer Kinder oder Enkel hat, kann zusätzlich Steuern sparen. Wird das Vermögen übertragen, fallen die Erträge nicht mehr bei den Eltern an. Es handelt sich dann um Einkünfte des Kindes oder des Enkels, wie der Bund der Steuerzahler erklärt. Da Kinder meist keine weiteren Einkünfte erzielen, ist ihr persönlicher Steuersatz gering, sodass weniger Steuern gezahlt werden müssen. Voraussetzung für das selbstgemachte Familiensplitting ist, dass die Übertragung des Vermögens zivilrechtlich wirksam vorgenommen wurde.

Mit dem Steuervereinfachungsgesetz wird das Modell des Familiensplittings jetzt sogar noch attraktiver. Bislang bestand die Gefahr, dass bei zu hohen Einnahmen eines volljährigen Kindes das Kindergeld beziehungsweise der Kinderfreibetrag verloren ging. Seit 2012 können volljährige Kinder in Berufsausbildung unbegrenzte Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Vermietung und Verpachtung oder aus Kapitalvermögen erzielen, ohne dass der Verlust des Kindergeldes oder des Kinderfreibetrages droht.

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