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Obergrenze für Dispo-Zinsen: Minister nicht einig

Obergrenze für Dispo-Zinsen: Minister nicht einig

14.09.2012, 16:04 Uhr | dpa

Obergrenze für Dispo-Zinsen: Minister nicht einig. Banken fordern viel zu hohe Dispo-Zinsen - darüber sind sich die Minister einig. (Quelle: dpa)

Banken fordern viel zu hohe Dispo-Zinsen - darüber sind sich die Minister einig. (Quelle: dpa)

Die Verbraucherschutzminister von Bund und Ländern haben sich nicht auf einen gemeinsamen Beschluss über eine gesetzliche Obergrenze für Dispo-Zinsen verständigen können. Die Minister der unionsgeführten Länder und Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) blieben bei ihrer Haltung, dass die Festschreibung einer Obergrenze für viele Bankkunden höhere Kosten bedeuten würden, da die Geldinstitute diese voll ausschöpfen könnten.

Dispo-Zinsen völlig überzogen

Einigkeit habe darüber geherrscht, dass die Dispo-Zinsen vollkommen überzogen und nicht zu rechtfertigen seien, sagte Hessens Verbraucherschutzministerin Lucia Puttrich (CDU) zum Abschluss der Konferenz in Hamburg.

Ihre bayerische Kollegin Beate Merk (CSU) erklärte, dass eine gesetzlich festgeschriebene, konkrete Zahl für eine Deckelung nur dazu führen würde, dass diese bis zur Neige ausgeschöpft würde und die Kosten ganz oder zum Teil auf die Bankkunden umgelegt würden.

Die Vorsitzende der Konferenz, Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), kritisierte, dass sich die Banken Geld zu einem Zins von unter einem Prozent leihen könnten, während die Dispo-Zinsen für ihre Kunden durchschnittlich zehn Prozent betrügen.

Baden-Württemberg startet Bundesratsinitiative

Baden-Württembergs Verbraucherminister Alexander Bonde (Grüne) bedauerte, dass die CDU-regierten Länder bei der Verbraucher-Abzocke mit überhöhten Dispo- und Überziehungskrediten zwar das Problem grundsätzlich anerkannten, aber die notwendige gesetzliche Deckelung ablehnten. Daher starte sein Land wie angekündigt eine entsprechende Bundesratsinitiative. Diese soll am kommenden Freitag im Bundesrat vorgestellt werden.

Ein Dispokredit ist ein unbürokratischer Kredit für Privatkunden. Banken räumen dabei ihren Kunden die Möglichkeit ein, ihr Girokonto zu überziehen - also mehr Geld auszugeben, als sie haben. Dafür verlangen die Banken deutlich höhere Zinsen als bei einem Ratenkredit.

Dispo-Zinsen im Schnitt bei elf bis zwölf Prozent

Nach Angaben der Verbraucherzentralen liegt der Zinssatz für einen Dispo im Schnitt bei elf bis zwölf Prozent. Das Kreditlimit beträgt meist das Zwei- bis Dreifache des monatlichen Nettoeinkommens. Nach Angaben des Bundesministeriums für Verbraucherschutz verfügen mehr als vier Fünftel der Haushalte über eine solche Kreditlinie, jeder sechste Haushalt nutzt sie regelmäßig.

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