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Weihnachten: Sparpläne, Münzen oder echte Aktien-Urkunden auf dem Gabentisch

Geldgeschenke  

Sparpläne, Münzen oder echte Aktien-Urkunden auf dem Gabentisch

10.12.2013, 16:28 Uhr | Von Paul Lauer für t-online.de

Weihnachten: Sparpläne, Münzen oder echte Aktien-Urkunden auf dem Gabentisch . Was Sie bei Geld-Geschenken und Anlagen zu Weihnachten beachten sollten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Was bei Geld-Geschenken und Anlagen zu beachten ist (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) veröffentlichte in ihrem jüngsten Konsumklima-Index, dass neun von zehn Menschen in Deutschland für Weihnachten 2013 im Schnitt 288 Euro ausgeben wollen. Das ist ein Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Alle Jahre wieder stellen sich Eltern und Großeltern allerdings die Frage, mit welchem Geschenk unter dem Weihnachtsbaum sie ihre Kinder oder Enkel erfreuen können. Eine gute Möglichkeit, das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden, sind Geldgeschenke, mit denen die Sprösslinge eine kleine finanzielle Reserve für später aufbauen können.

Die Finanzbranche bietet für solche Geschenke schon lange ein vielseitiges Angebot. Dazu gehören unter anderem Sparpläne sowie Gold- und Silber-Münzen. Aber auch die Versicherungswirtschaft hat Eltern und Großeltern entdeckt, die für ihren Nachwuchs etwas Gutes tun wollen. Stellt sich nur die Frage, welches schöne Geldgeschenk auch den richtigen Zweck erfüllt.

Einmalbetrag oder Sparplan?

"Das hängt stark davon ab, welchen Betrag die Erwachsenen bereitstellen wollen", sagt Stefan Mayerhofer, Geschäftsführer der Bayerischen Vermögen AG. Eltern und Großeltern sollten sich an erster Stelle überlegen, ob sie lediglich einen kleinen Einmalbetrag investieren wollen, oder ob es möglicherweise ein Geschenk sein soll, in das längerfristig Geld fließt.

Dazu gehören vor allem Sparpläne mit monatlichen Raten ab 25 Euro. Viele Anleger denken angesichts der aktuellen Unsicherheiten zuerst an Sparbücher oder Bausparverträge. Die Zinsen sind aber so niedrig, dass sie nicht empfehlenswert sind, meint Christian Fischl, Geschäftsführer der Huber, Reuss & Kollegen Vermögensverwaltung GmbH in München. "Spargeschenke sollten langfristig angelegt sein. Wegen der niedrigen Zinsen sind daher Sparpläne von Aktienfonds interessant." Vor allem Aktienfonds, die in europäische Standardwerte investieren, oder Indexfonds (ETFs) kommen in Frage.

Steuerliche Seite beachten

Entscheiden sich Eltern oder Großeltern für einen Sparplan, dürfen sie die steuerliche Seite nicht außer Acht lassen. So sollte das Depot auf den Namen des Kindes eröffnet werden, damit der Steuerfreibetrag von 801 Euro genutzt werden kann. Außerdem sollte bei hohen monatlichen Sparraten beachtet werden, dass nicht die Freibeträge der Schenkungssteuer überschritten werden.

Gold- und Silber-Münzen beliebt

Seit Jahren beliebt sind Gold- und Silber-Münzen: "Sie sind ein ideales Weihnachtsgeschenk, wenn es um kleinere Einmalbeträge geht", betont Stefan Mayerhofer. Eine Unze Gold mit einem Gewicht von 31,1 Gramm kostet etwa 950 Euro. Bei Gold und Silber gibt es aber auch eine Vielzahl von Emissionen mit einem geringeren Gewicht. Zu den beliebtesten Münzen gehören Krügerrand, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker oder auch australischer Nugget.

Beim Kauf sollten aber genau die Gebühren verglichen werden. Hier gibt es teilweise große Preisunterschiede. Bei Silbermünzen ein interessanter Aspekt: Vom nächsten Jahr an wird die Umsatzsteuer von sieben auf 19 Prozent erhöht. Münzen kann man inzwischen in allen Varianten im Internet kaufen - auch im T-Online-Goldshop.

Versicherungen derzeit unattraktiv

Eine große Auswahl an monetären Geschenken bieten auch die Versicherer. Dazu gehören Kapitalversicherungen in Form einer Ausbildungsversicherung. "Im derzeitigen Zinsumfeld von negativen Realzinsen ist dies aus Renditegesichtspunkten unattraktiv", erklärt Fischl. Wenn es aber doch sein muss, sollte das Kind als Versicherungsnehmer ausgewiesen sein.

Auch ein Zuschuss für eine Risikoversicherung kann sinnvoll sein. "Da die Kinder den Vertrag mit unterzeichnen müssen, sollten Eltern oder Großeltern zuerst einen 'Kostenübernahme-Gutschein' unter den Tannenbaum legen", empfiehlt Fischl.

Exotisch und riskant

Neben den gängigen Geldgeschenken gibt es einige eher exotische Ideen: Dazu gehören der Kauf von Aktien als physische Stücke, also in Form von Tafelgeschäften (nähere Information unter valueblog.de/archive/68). Dabei lassen sich noch heute Urkunden mit schönen Motiven finden. Börse wird so anfassbar. Die Urkunden sind als Wandschmuck ein echter Hingucker. Allerdings sind Tafelgeschäfte im Zeitalter des Online-Banking aus der Mode gekommen und gelten als umständlich. Zudem sind sie als Anlageobjekt hoch spekulativ.

Gleiches gilt für unternehmerische Beteiligungen: Im Gegensatz zu den Schiffsmärkten gibt es hier Erträge zwischen 3,2 und 5,0 Prozent pro Jahr über drei bis fünf Jahre zu erzielen. Dabei handelt es sich aber um Anlagen mit hohen Risiken, weswegen Experten davon eher abraten.

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