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Restaurantbesuche, Kleidung, Urlaub: Diese Geldsünden bedauern die Deutschen

Falscher Umgang mit Geld  

Diese Finanzsünden bedauern die Deutschen

28.01.2014, 10:55 Uhr | t-online.de - sia

Restaurantbesuche, Kleidung, Urlaub: Diese Geldsünden bedauern die Deutschen. Zu viel ausgegeben, Geld schlecht angelegt: Die Deutschen bereuen einige Finanzsünden des vergangenen Jahres (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zu viel ausgegeben, Geld schlecht angelegt: Die Deutschen bereuen einige Finanzsünden des vergangenen Jahres (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der gute Wille ist sicher da, bei der Umsetzung hapert es aber noch ein wenig: Im Umgang mit Geld haben die Deutschen nicht immer ein sicheres Händchen. Für die Gothaer Versicherung haben jetzt die Experten der GfK-Marktforschung ermittelt, welche Finanzsünden des vergangenen Jahres die Bundesbürger am meisten bereuen.

Den Marktforschern zufolge gaben 27,3 Prozent der Befragten an, sie hätten 2013 mehr Geld ausgegeben, als sinnvoll gewesen wäre - etwa für Restaurantbesuche, Kleidung oder den Urlaub. Während die Studie kaum einen Unterschied zwischen Männern und Frauen ermittelte, sind hingegen Jüngere besonders konsumfreudig. In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen erklärte sogar jeder Zweite, mit dem Geld nicht ordentlich gehaushaltet zu haben.

"Die Konsumlust in diesem Alter ist verständlich, kann langfristig aber zu erheblichen Problemen führen, etwa wenn Schulden angehäuft werden oder die Altersvorsorge vernachlässigt wird", sagte Christian Tolle von der Gothaer Versicherung.

Mit dem Girokonto in den Miesen

Viele Bürger kommen auch einfach nicht mit ihrem Budget aus: Fast jeder Fünfte (17,7 Prozent) rutschte 2013 laut der Analyse mit dem Girokonto in die Miesen. Ein teures Vergnügen, denn für Dispokredite werden trotz der aktuellen Niedrigzinsphase der Stiftung Warentest zufolge häufig mehr als zehn Prozent Zinsen fällig.

Eine weitere häufige Geld-Sünde des vergangenen Jahres waren ungenutzte Sparpotenziale. So wurde etwa Geld durch das Festhalten an einem teuren Stromanbieter verschenkt, statt zu einem preiswerteren Wettbewerber zu wechseln. Deutlich mehr Männer (18 Prozent) als Frauen (10,8 Prozent) haben 2013 nach den Angaben zu wenig auf solche Sparpotenziale geachtet.

Guthaben unprofitabel "geparkt"

Ähnlich sieht es auch beim "vergessenen Geld" aus. Dabei wird das Guthaben auf einem kaum verzinsten Tagesgeldkonto oder Sparbuch liegengelassen, obwohl es deutlich lukrativer angelegt werden könnte. Wie die GfK-Experten ermittelten, kümmerten sich mehr Männer (10,6 Prozent) als Frauen (6,9 Prozent) nicht darum.



Die größten Geldsünden der Deutschen 2013

Gesamt
in %

Männer
in %

Frauen
in %

Zu viel Geld ausgegeben für Restaurants, Urlaub, Kleidung

27,3

26,3

28,4

Giro-Konto überzogen, hohe Überziehungszinsen gezahlt

17,7

18,4

16,8

Zu wenig Spar-Chancen genutzt (z.B. Wechsel Stromanbieter)

14,8

18,0

10,8

Zu wenig für die Altersvorsorge getan

13,1

12,6

13,8

Geld "vergessen" (z.B. auf schlecht verzinstem Sparbuch)

8,9

10,6

6,9

Sonstiges

8,9

10,3

7,3

Keine Geld-Sünden

35,5

33,1

38,3

Quelle: GfK-Studie im Auftrag der Gothaer Versicherung, Mehrfachnennung waren möglich

Vorsorge für Ruhestand vernachlässigt

Mit der Altersvorsorge nahmen es vor allem Arbeiter und Selbstständige nicht so genau. Jeder Fünfte dieser Berufsgruppe habe die Vorsorge für den Ruhestand vernachlässigt, stellten die Fachleute fest. Vor allem Personen mit einem Haushalts-Nettoeinkommen von 1500 bis 2000 Euro im Monat bekannten, in dem Bereich "gesündigt" zu haben.

Altersvorsorge auch bei kleinem Einkommen möglich

Ein unnötiges Versäumnis: "Dank staatlicher Förderung lässt sich auch mit kleineren Einkommen viel für die Altersvorsorge tun, wenn man kontinuierlich einzahlt und früh anfängt", rät Nicolai Engel, Bereichsleiter Produktmarketing bei der Gothaer Lebensversicherung. Als attraktive Option empfiehlt Engel etwa die Riester-Rente. Für die Erhebung hat die GfK-Marktforschung im Auftrag der Gothaer Versicherung mehr als 1000 Personen in Deutschland gefragt.

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