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Weniger tödliche Arbeitsunfälle  

Unfallversicherung  

Weniger tödliche Arbeitsunfälle  

21.04.2008, 12:39 Uhr | AFP / ots / T-Online

Am Arbeitsplatz drohen einige Gefahren. (Foto: imago)Am Arbeitsplatz drohen einige Gefahren. (Foto: imago) Die Zahl der tödlichen Unfälle bei der Arbeit ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Das hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin mitgeteilt. Dabei ist die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle sogar gestiegen. Eine weniger erfreuliche Entwicklung gab es dagegen bei Schulunfällen und Berufskrankheiten.

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Weniger Tote auf dem Weg zur Arbeit 
Laut Informationen der Unfallversicherung ereigneten sich im Jahr 2007 630 tödliche Unfälle direkt am Arbeitsplatz (2006: 711 Unfälle mit Todesfolge). Auf dem Weg zur Arbeit oder von dort nach Hause starben 496 Menschen (2006: 535). Die Zahl neuer Unfallrenten sank ebenfalls. Einen Rückgang beobachtete die Versicherung auch bei den sogenannten Wegeunfällen. Die Zahl dieser Unfälle lag 2007 bei 167.054, was einem Rückgang von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Mehr Arbeitsunfälle
Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle erhöhte sich allerdings um drei Prozent auf rund 977.000. Bereits 2006 gab es mehr Arbeitsunfälle, gemessen an den geleisteten Arbeitsstunden war die Zahl gesunken. „Das mag paradox erscheinen, erklärt sich allerdings durch den allgemeinen Beschäftigungszuwachs“, sagte DGUV-Hauptgeschäftsführer Joachim Breuer.

Zunahme bei Schulunfällen 
Die Zahl der gemeldeten Schulunfälle nahm dagegen um 4,7 Prozent auf 1,34 Millionen zu. "Wir vermuten allerdings, dass dies mit der Entwicklung der Ganztagsbetreuung zusammenhängt. Hier wird nachmittags beispielsweise häufig Sport angeboten. Und dabei besteht natürlich eine höhere Verletzungsgefahr." Immerhin gab es einen leichten Rückgang von 4,3 Prozent bei Schulwegunfälle auf 119.462 Fälle.

Weniger Todesfälle in Folge einer Berufskrankheit
Auch bei den Berufskrankheiten verzeichnet die Unfallversicherung eine wenig erfreuliche Entwicklung. Insgesamt erhielten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im vergangenen Jahr 3,3 Prozent mehr Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit (63.284). Die Zahl der entschiedenen Fälle belief sich im Jahr 2007 insgesamt auf 60.610. Davon bestätigte sich in 23.817 Fällen der Verdacht auf eine Berufskrankheit, was einem Anteil von 39,3 Prozent an den entschiedenen Fällen entspricht. Im Jahr 2006 lag dieser Wert noch bei 37,7 Prozent. Immerhin gab es weniger Todesfälle infolge von Berufskrankheiten. Diese Zahl sank um 247 auf 2.296 Fälle.  

Was leistet die Unfallversicherung
Bei der gesetzlichen Unfallversicherung handelt es sich um eine Pflichtversicherung, die ausschließlich über die Beiträge der Arbeitgeber finanziert werden. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung ist der Spitzenverband einer Vielzahl von Versicherungen und Berufsgenossenschaften. Gegenwärtig versichern sie rund 70 Millionen Menschen in Deutschland - Arbeitnehmer, Schüler, Kinder in Kindertagesstätten, Studierende und ehrenamtlich Tätige - gegen die Folgen von Arbeits-, Schul- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten.

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