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Vorteile eines Rürup-Fonds

Rüruprente  

Vorteile eines Rürup-Fonds

17.06.2008, 17:11 Uhr | Financial Times Deutschland

Ein Rürup-Fonds könnte zumindest in der Ansparphase mehr Vorteile bieten als die unflexible Versicherungsvariante, glaubt Berater Rebhan. Dieser Meinung ist auch Matthias Vetters, Produktmanager Altersvorsorge bei der DekaBank, die bereits einen Rürup-Fonds auf den Markt gebracht hat. Der Kunde könne seine Beiträge beliebig variieren, in finanziell gut laufenden Zeiten besonders viel einzahlen und in schlechteren Monaten seine Zahlungen wieder reduzieren, so Vetters. Bei Versicherungen ist das in diesem Ausmaß nicht möglich, da sie auf regelmäßige Beitragszahlungen angewiesen sind, um die Vorabprovisionen der Vermittler zu finanzieren.

Noch ungeklärte Fragen bei Rürup-Fonds

Reine Rürup-Fonds sind bisher noch ein seltenes Phänomen, im Gegensatz zu fondsgebundenen Basisrentenversicherungen, die zum Standardprogramm der Assekuranz gehören. Die Fondshäuser halten sich mit Angeboten zurück, da es noch ungeklärte Fragen gibt. Das Bundesfinanzministerium verlangt von den Fondsanbietern, das gesamte angesparte Kapital bei Rentenbeginn in eine Leibrentenversicherung zu stecken, damit eine lebenslange Rentenzahlung gewährleistet ist.

Auszahlungsphase durch Versicherung

Mit dem Fondssparen ist es also in der Auszahlungsphase vorbei, das Kapital landet wieder bei der Versicherung. Der Fondsanbieter DWS fordert eine Regelung wie bei den Riester-Verträgen. Dort bleibt der Großteil des Kapitals nach Rentenbeginn in der Hand von DWS. Nur ein Bruchteil des Geldes wandert in eine Versicherung, die dann ab dem 85. Lebensjahr greift. Auf diese Weise kann das Fondshaus weiter mit dem Geld arbeiten und die Rendite des Kunden erhöhen. DWS möchte allerdings nicht warten, bis die Angelegenheit geklärt ist. Im Oktober 2008 will der Fondsanbieter einen Rürup-Fonds auf den Markt bringen - in Kooperation mit dem Versicherer Zurich, der sich um die Leibrentenverpflichtung kümmert.

Rürup-Fonds beratungsintensiver - aber lukrativer

Wer sich für einen der neuen Rürup-Fonds entscheidet, sollte aber mehr Grundwissen mitbringen als bei der Auswahl der Versicherungsvariante, sagt Rebhan. "Anders als bei Riester kann es sein, dass bei schlechtem Fondsverlauf das angesparte Geld im schlimmsten Fall weg ist", erklärt er. Bei den nach dem ehemaligen Bundesarbeitsminister Walter Riester benannten staatlich geförderten Altersvorsorge-Verträgen verlangt der Gesetzgeber, dass der Kunde mindestens seine Einzahlungen zurück erhält. Bei Rürup geschieht dies nur, wenn der Sparer auf einen Garantie-Fonds besteht. Diese Entscheidung schmälert allerdings die Rendite.

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