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Kaufkraft der Rentner sinkt zum fünften Mal in Folge


Gesetzliche Rente  

Kaufkraft der Rentner sinkt zum fünften Mal in Folge

20.01.2009, 16:20 Uhr | jdc, dapd, t-online.de

Die Inflation schmälert zum fünften Mal in Folge die Bezüge der Rentner (Foto: imago)Die Inflation schmälert zum fünften Mal in Folge die Bezüge der Rentner (Foto: imago) Die Inflation hat im vergangenen Jahr zum fünften Mal in Folge die Bezüge der 20 Millionen Rentner in Deutschland geschmälert. Die Einkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung sanken 2008 nach Abzug der Preissteigerung um 1,8 Prozent, wie das Forschungszentrum Generationenverträge (FZG) an der Universität Freiburg der Nachrichtenagentur AP mitteilte. Dies sei das fünfte Jahr mit einem realen Minus in Folge, sagte FZG-Wissenschaftler Olaf Weddige und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung.

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Rentenerhöhungen gleichen Inflation nicht aus

Die Rentenerhöhungen um 0,6 Prozent im Juli 2007 und um 1,1 Prozent im Juli 2008 hätten die Inflation von 2,6 Prozent im vergangenen Jahr nicht ausgleichen können. Deswegen hätten die Rentner real Einkommensverluste hinnehmen müssen. Das vergangene Jahr war Weddige zufolge das fünfte in Folge, in dem unter dem Strich ein Minus stand.

Kaufkraft um 8,5 Prozent gesunken

Immerhin können die Rentner in diesem Jahr auf eine größere Rentenerhöhung hoffen: Die Bruttolöhne, an denen sich die Renten orientierten, hätten sich von 2007 auf 2008 gut entwickelt, sagte der Wissenschaftler. Daher halte er eine nominale Steigerung, also ohne Einrechnung der Preise, um knapp drei Prozent für möglich. Was die Inflation davon übrig lasse, sei allerdings schwer abzusehen. Die Kaufkraft der Rentner sank von 2004 bis 2008 um insgesamt 8,5 Prozent, wie die "Bild" unter Berufung auf frühere Berechnungen des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) in Bonn berichtete. Grund seien Nullrunden beziehungsweise geringe Rentensteigerungen bei gleichzeitiger Inflation.

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Auch Arbeitnehmer von sinkender Kaufkraft betroffen

Die Inflation hat auch die Bruttoeinkommen der Arbeitnehmer geschmälert: Sie sanken effektiv um 0,3 Prozent und bescherten den Beschäftigten damit den fünften Reallohnverlust in Folge.

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