Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Geld & Vorsorge > Versicherungen >

"Finanztest": Kassenwechsel lohnt sich trotz Einheitstarif

Gesetzliche Krankenversicherung  

"Finanztest": Kassenwechsel lohnt sich trotz Einheitstarif

19.05.2009, 11:45 Uhr | bv, AFP, dpa-tmn, t-online.de

Kassenwechsel - Stiftung Warentest deckt Unterschiede auf (Quelle: imago images)Kassenwechsel - Stiftung Warentest deckt Unterschiede auf (Quelle: imago images) Der Wechsel zu einer anderen Krankenkasse für gesetzlich Versicherte kann sich trotz einheitlicher Beitragssätze lohnen. Bei den 113 allgemein geöffneten Krankenkassen unterscheiden sich Mehrleistungen, Service und Wahltarife teils erheblich, berichtet die Stiftung Warentest in der neuen Ausgabe ihre Zeitschrift "Finanztest". Eine eindeutige Siegerin gibt es demnach nicht. Allerdings sollten die Verbraucher genau hinsehen: Manches angepriesene Extra entpuppt sich als Regelleistung, die alle Kassen anbieten müssen.

Testen Sie sich - Was wissen Sie über Ihre Krankenkasse?
Ratgeber - So kündigen Sie Ihre Krankenkasse
Wahltarife 2009 - Gesetzliche Krankenkassen vergleichen

Hausarztprogramm kann Praxisgebühr sparen

Laut "Finanztest" sind für junge Singles, Familien oder etwa für ältere Versicherte unterschiedliche Angebote geeignet. Einige Kassen zahlten etwa Zuschüsse zu Nichtraucher-, Fitness- oder Ernährungskursen. Chronisch Kranke wie etwa Diabetiker profitierten dagegen von Krankheits-Management-Programmen, die durch abgestimmte Betreuung die Behandlung verbessern sollen. Versicherte könnten außerdem durch Hausarztprogramme Praxisgebühren und Prämien sparen. Dabei binden sich Versicherte mindestens ein Jahr an einen Hausarzt und verzichten auf Facharztbesuche ohne Überweisung.

Kosten für Haushaltshilfe oder Hospiz

Für ältere Versicherte seien dagegen die Leistungen der Kassen bei der Hauskrankenpflege wichtig. Manche Kassen zahlten sogar die Kosten für eine Haushaltshilfe, andere bieten dies der Stiftung zufolge nicht als Mehrleistung an. Darüber hinaus hätten einige Kassen den Hospiz-Zuschuss für Sterbende, der per Gesetz bei rund 150 Euro am Tag liegt, auf über 300 Euro erhöht.

Kassen preisen auch Standards als Extras an

Die Stiftung Warentest forderte alle Verbraucher auf, bei einem möglichen Wechsel die Angebote der Kassen genau zu prüfen und nicht auf leere Reklameversprechungen reinzufallen. Verschiedene Kassen wie etwa die Barmer Ersatzkasse würden Standardleistungen, die sie laut Gesetz prinzipiell erbringen müssen, als "Zusatzleistung" anpreisen. So nenne etwa die BKK Mobil Oil die Akupunkturbehandlung bei Schmerzen in der Lendenwirbelsäule als alternativmedizinische Zusatzleistung. Dabei sei dies eine Regelleistung, die allen Versicherten zustehe.

Kostenübernahme für Impfungen

Rund 90 Prozent der Kassenleistungen sind gesetzlich festgelegt. Wer viel reist, profitiert zum Beispiel von der Kostenübernahme für besondere Schutzimpfungen - dies bieten den Angaben zufolge mehr als 70 Kassen im Test an.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal