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Experte: Rentengarantie wird teuer

Rentenversicherung  

Experte: Rentengarantie wird teuer

17.06.2009, 10:57 Uhr | cs, dpa-AFX, AFP, t-online.de

Die Rentengarantie könnte das gesamte System ins Wanken bringen (Foto: imago)Die Rentengarantie könnte das gesamte System ins Wanken bringen (Foto: imago) Die geplante Rentengarantie könnte Deutschland teuer zu stehen kommen. Nach Ansicht von Experten müsste ein Durchschnittsverdiener bis zu 240 Euro im Jahr zusätzlich für Rentner zahlen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, kommt der Rentenexperte Axel Börsch-Supan zu dem Schluss, dass der Rentenbeitrag wegen der Rentengarantie der Bundesregierung und der Wirtschaftskrise bereits im kommenden Jahr drastisch erhöht werden muss. Damit komme aber das System der gesetzlichen Rentenversicherung ins Wanken.

Hintergrund - Die Geschichte der Rente

Rentenbeitrag wird wohl deutlich erhöht

Wie das Blatt unter Berufung auf eine schriftliche Stellungnahme von Börsch-Supan für den Bundestag meldet, könnte der Beitrag 2010 um bis zu 2,3 Prozentpunkte auf dann 22,2 Prozent steigen. "Dies bedeutet eine deutliche Umverteilung von Jung nach Alt", heißt es in der Stellungnahme. Danach muss der Rentenbeitrag wegen der Wirtschaftskrise im kommenden Jahr um einen bis 1,5 Prozentpunkte erhöht werden. Die Regierungsgarantie, die Renten nicht mehr zu kürzen, führe zu einem Anstieg um weitere 0,8 Prozentpunkte.

Alles hängt von den Wirtschaftsdaten ab

Auch die Deutsche Rentenversicherung Bund äußerte Bedenken: Sollten die Wirtschaftsinstitute mit ihren pessimistischeren Annahmen richtig liegen, dann könnten höhere Beiträge nötig werden, so ihr Präsident Herbert Rische laut Pressedienst des Bundestages. Sollten dagegen die Annahmen der Bundesregierung zur Erholung der Wirtschaft zutreffen, werde die Garantie nicht zu höheren Beitragssätzen führen.

Rentenversicherung wird unattraktiver

Allerdings steht das System schon heute auf der Kippe: "Für die jüngere Generation wird die gesetzliche Rentenversicherung daher deutlich unattraktiver", warnte Börsch-Supan. Dies wiederum würde die gesetzliche Rentenversicherung destabilisieren. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände wandte ein, die Schutzklausel berge unnötige Risiken für die Rentenkassen und gefährde die gesetzlich angepeilten Beitragssatzobergrenzen. Auch dürfe der Gesetzgeber die Kosten der Garantie nicht wie geplant im Fall des Falles allein den Beitragszahlern aufbürden.

Rentengarantie soll diese Woche beschlossen werden

Das Kabinett hatte um Mai die Rentengarantie beschlossen. Der Gesetzentwurf soll bewirken, dass die Renten auch bei einer negativen Lohnentwicklung nicht sinken. Allerdings bleiben die Rentenwerte grundsätzlich an die Löhne gekoppelt. Über die Rentengarantie entscheidet das Parlament an diesem Freitag. Eine rückläufige Lohnentwicklung hat es seit Einführung der dynamischen Rente im Jahr 1957 noch nicht gegeben.

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