Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Geld & Vorsorge > Versicherungen >

Private Krankenversicherung: Versicherungstipps gegen höhere Beiträge

Private Krankenversicherung  

Tipps gegen den Anstieg der Privat-Prämien

04.12.2009, 17:05 Uhr | dpa tmn, dpa-tmn, t-online.de

Private Krankenversicherer wie die DKV heben die Prämien an, aber die Kunden haben Alternativen (Foto: imago)Private Krankenversicherer wie die DKV heben die Prämien an, aber die Kunden haben Alternativen (Foto: imago) Für die meisten Mitglieder von privaten Krankenversicherungen steigen die Prämien im nächsten Jahr deutlich - für manche nur um sechs bis acht, für andere um 15 bis 20 Prozent. Angesichts solcher Steigerungen lohnt es sich, nach Sparmöglichkeiten zu suchen. Ein Wechsel der privaten Krankenversicherung kommt in der Regel nicht in Frage, da ein höheres Einstiegsalter und zunehmende Vorerkrankungen zu höheren Beiträgen und Risikozuschlägen führen. Außerdem gehen die Altersrückstellungen zumindest teilweise verloren. Erster Ansprechpartner ist deshalb der eigene Krankenversicherer.

Recht auf Tarifwechsel

Privatversicherte haben bei jeder Erhöhung der Beiträge das Recht, in einen vergleichbaren Tarif beim gleichen Unternehmen zu wechseln. "Der andere Tarif kann schon mal 200 Euro pro Monat günstiger sein", sagte Dörte Elß von der Verbraucherzentrale Berlin. Besonders ältere Versicherte könnten profitieren. Denn in neuen Tarifen seien oft viele junge und gesunde Menschen versichert, die noch deutlich niedrigere Beiträge zahlen.

Formloser Brief genügt

Bislang nutzten relativ wenige Versicherte die sogenannte Umtarifierung, hat Elß festgestellt. Dabei genüge ein formloser Brief an die PKV, um nach günstigeren Tarifen mit vergleichbaren Leistungen zu fragen. Elß rät, auch eine Gegenüberstellung der verschiedenen Tarife zu verlangen. Wer mit deren Vergleich überfordert ist, kann sich von einem Versicherungsmakler oder den Verbraucherzentralen beraten lassen.

Leistungen abspecken spart auch Geld

Versicherte können ihre Beiträge aber auch senken, indem sie bei den Leistungen abspecken. "Man kann sich fragen, ob man wirklich die Chefarztbehandlung oder das Einzelzimmer braucht", sagt Elß. Außerdem ist es möglich, den Selbstbehalt zu erhöhen.

Notanker für Rentner

Können sich Versicherte trotz einer Umtarifierung ihre Versicherung nicht mehr leisten, bleibt als letzter Ausweg der Wechsel in den Standardtarif. Allerdings müssten sie dafür über 65 Jahre, in Ausnahmefällen über 55 Jahren alt sein, erklärt Elß. Der Standardtarif sei vergleichsweise günstig. Dafür seien die Leistungen aber zum Teil auch geringer als bei den gesetzlichen Krankenversicherungen. "Das ist ein Notanker für Rentner."

Zuschuss zum Basistarif möglich

Jüngeren Versicherten bleibt als Ausweg der Basistarif. Mit über 600 Euro sei dieser aber extrem teuer, sagt Elß - und biete nicht mehr Leistungen als eine gesetzliche Krankenkasse. "Ohne Not geht da keiner rein." Ist die Not aber groß genug, können Privatversicherte eine Bedürftigkeitsprüfung verlangen. Wenn das Amt die Bedürftigkeit bestätigt, wird der Beitragssatz um die Hälfte verringert. Kann der Versicherte auch diesen ermäßigten Beitrag nicht bezahlen, erhält er vom Amt einen Zuschuss.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal