Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Geld & Vorsorge > Rente & Altersvorsorge >

Kaufkraft der Rentner schrumpft


Renten  

Kaufkraft der Rentner schrumpft

25.02.2011, 17:26 Uhr | dpa, dpa

Kaufkraft der Rentner schrumpft. Die Inflation wird wohl die Rentenerhöhungen auffressen (Foto: imago)

Die Inflation wird wohl die Rentenerhöhungen auffressen (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Viele Rentner werden sich in den nächsten Jahren wohl weniger leisten können. Die Bundesregierung erwartet, dass die verfügbaren Renten bis 2013 real um 1,8 Prozent wachsen, während die Inflation mit gut fünf Prozent mehr als doppelt so stark zulegen dürfte. Dies geht aus der Antwort der Regierung auf eine Frage der Linken im Bundestag hervor.

Komplizierte Rentenformel

Bei der Teuerung bezieht sich die Regierung auf Schätzungen der Europäischen Zentralbank. Die Steigerung der Renten wird nach einer komplizierten Formel auf Grundlage der Lohnsteigerungen des Vorjahrs berechnet; dabei sorgen diverse Sonderfaktoren aus den vergangenen Rentenreformen für Abzüge.

Höherer Krankenkassenbeitrag schmälert Rentensteigerung

Daraus ergibt sich nach Angaben der Regierung für die Jahre 2010 bis 2013 eine Rentensteigerung von insgesamt 2,1 Prozent. Abgezogen wird die von den Rentnern bezahlte Steigerung des Krankenkassenbeitrags um 0,3 Prozentpunkte Anfang 2011, so dass man auf die genannten 1,8 Prozent kommt.

Viele politische Rentenkürzungen in den letzten Jahren

Die für die nächsten Jahre erwarteten Rentensteigerungen fallen deshalb besonders schmal aus, weil in den vergangenen Jahren Rentenkürzungen aus politischen Gründen ausfielen. Was dabei zu wenig gestrichen wurde, soll in den nächsten Jahren in kleinen Schritten nachgeholt werden.

Laut Bundesregierung liegen die Renten derzeit um 3,81 Prozent höher als ohne die Rentengarantie. Mögliche Rentenerhöhungen werden deshalb ab 2011 halbiert. Dafür seien den Rentnern in der Vergangenheit Kaufkraftverluste erspart geblieben, erklärte die Regierung in der Antwort weiter.

Immer mehr Rentner auf Hartz-IV-Niveau

Für dieses Jahr hat die Rentenversicherung bereits eine Erhöhung der Bezüge um etwa ein Prozent vorausgesagt. Genaue Daten dazu liegen aber erst in einigen Wochen vor. Linkspartei-Chef Klaus Ernst kritisierte die Entwicklung. "Wir brauchen eine neue Anpassungsregel für die Rente, weil sonst immer mehr Rentner auf Hartz-IV-Niveau abstürzen", sagte er der "Passauer Neuen Presse".

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Wirtschaft
Stadt der Rentner

In Chemnitz wird bald jeder Dritte über 65 Jahre alt sein. Das ist Rekord in Europa. zum Video

Rohstoffe und Währungen

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Geld & Vorsorge > Rente & Altersvorsorge

    shopping-portal

    Hinweis:

    Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

    Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

    Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: