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Renten steigen zum 1. Juli um ein Prozent

Rentenversicherung  

Renten steigen zum 1. Juli um ein Prozent

16.03.2011, 11:29 Uhr | dapd, dapd

Die 20 Millionen Rentner in Deutschland erhalten ab 1. Juli mehr Geld. Ihre Bezüge steigen um ein Prozent. Dies teilte Sozialministerin Ursula von der Leyen in Berlin mit. Während die CDU-Politikerin von einem "spürbaren Plus" sprach, äußerte sich der Sozialverband VdK enttäuscht. Wegen der steigenden Inflation und den Kostensteigerungen im Gesundheitssystem bleibe den Rentnern unter dem Strich eine Minusrunde.

Rentenbeitrag sinkt doch erst 2013

Der Rentenbeitrag kann nach Prognosen der Deutschen Rentenversicherung erst 2013 sinken und nicht schon ein Jahr vorher. Rentenpräsident Herbert Rische widersprach im dapd-Interview Berichten vom Wochenende, wonach eine Entlastung der Beitragszahler schon 2012 möglich sei. Wenn sich die Wirtschaft weiter gut entwickle, könne der Beitragssatz übernächstes Jahr von heute 19,9 auf 19,5 Prozent verringert werden, sagte Rische.

Gute Lohnentwicklung verantwortlich für Rentenerhöhung

Relevant für die Rentenerhöhung im Juli war die gute Lohnentwicklung. Im Boomjahr 2010 waren die Gehälter in Westdeutschland um 3,1 Prozent gestiegen, und im Osten um 2,5 Prozent.

Dieses kräftige Plus wurde jedoch durch mehrere Faktoren deutlich gedämpft: Der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor minderte die Erhöhung um 0,46 Prozent, und der sogenannte Riester-Faktor um 0,64 Prozent. Der Nachhaltigkeitsfaktor berücksichtigt, dass immer mehr Rentner immer weniger Beitragszahlern gegenüberstehen. Und der Riester-Faktor spiegelt die Belastungen der Beschäftigten beim Aufbau ihrer privaten Altersvorsorge wieder.

Rentengarantie halbiert Erhöhung

Unterm Strich bliebe rechnerisch trotzdem ein Rentenplus von 1,99 Prozent in den alten Ländern und von 1,41 Prozent in den neuen Ländern. Doch kommen weitere Abschläge hinzu: Denn in den kommenden Jahren werden alle rein rechnerisch möglichen Erhöhungen halbiert, um die Wirkungen der Rentengarantie auszugleichen. Diese Schutzklausel hatte in den Krisenjahren 2008 und 2009 Rentenkürzungen verhindert.

Schutzklausel für Ost-Renten

Für die Ost-Länder ergäbe sich somit eine rechnerische Erhöhung von 0,71 Prozent. Aufgrund einer besonderen Schutzklausel Ost dürfen die Renten in den neuen Ländern jedoch nicht weniger stark steigen als in den alten Ländern.

Von der Leyen erklärte: "Ich freue mich, dass trotz des Ausgleichs für die Rentengarantie bereits in diesem Sommer ein spürbares Plus für die Rentnerinnen und Rentner möglich ist. Es war gut, dass die Rentengarantie im vergangenen Jahr ein rechnerisch gebotenes Absenken der Rente verhindert hat."

Kritik am Kaufkraftverlust der Renten

Ulrike Mascher, Präsidentin des VdK Deutschland, monierte, der seit 2004 anhaltende Kaufkraftverlust der Rente setze sich fort. Die Rentner müssten in Zukunft den Gürtel noch enger schnallen. Sie forderte, die Renten wieder direkt und ohne Abzüge an die positive Lohn- und Gehaltsentwicklung zu koppeln, "damit die Rentner von der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung nicht abgehängt werden".

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