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Versicherungsschutz für Kinder: Wie ist er geregelt?

Wie ist der Versicherungsschutz für Kinder geregelt?

28.02.2012, 14:56 Uhr | wp (CF)

Versicherungsschutz für Kinder: Wie ist er geregelt?. Kinder sind in den meisten Fällen mitversichert (Quelle: imago images)

Kinder sind in den meisten Fällen mitversichert (Quelle: imago images)

Gerade Kleinkinder können in einem unachtsamen Moment in einem fremden Haus oder einem Kaufhaus einen beachtlichen Schaden anrichten. Verfügen die Eltern nicht über eine private Haftpflichtversicherung, bleiben sie in der Regel auf der Rechnung sitzen und haften mit ihrem Privatvermögen.

Kinder sind automatisch mitversichert

Ihre Kinder sind in der Regel – es gibt einige Ausnahmefälle – mindestens bis zum 18. Lebensjahr in Ihrer Privathaftpflichtversicherung automatisch mitversichert. In diesem Zusammenhang ist häufig auch von der „Familienhaftpflichtversicherung“ die Rede. Der Versicherungsschutz gilt wohlgemerkt nicht nur für die leiblichen, sondern auch für (staatlich anerkannte) adoptierte Kinder sowie Pflegekinder. Sofern die Kinder studieren oder sich in einer Ausbildung befinden und noch nicht verheiratet sind, sind sie in der Regel auch nach dem 18. Lebensjahr immer noch über Ihre Haftpflichtversicherung mitversichert. Die konkreten Versicherungsbedingungen können im Hinblick auf die Altersgrenze von Gesellschaft zu Gesellschaft variieren: Manch eine Versicherung verlangt, dass die Kinder dazu zwingend noch im elterlichen Haus wohnen müssen. Für andere wiederum sind finanzielle Bezüge des Kindes in einer bestimmten Höhe ein Ausschlussgrund. Meistens endet der Versicherungsschutz spätestens zum 25. Lebensjahr. (Welche Zusatzversicherungen für Kinder sind sinnvoll?)

Patchwork-Familien aufgepasst

Sofern Sie in einer Ehe leben, sind die Kinder des Partners ebenfalls automatisch mitversichert. Beim Abschluss einer Haftpflichtversicherung können Sie den Lebenspartner im Vertrag auch explizit eintragen lassen. In einem solchen Fall unterliegen die Kinder des Partners auch ohne Eheschein dem kostenlosen Haftpflichtversicherungsschutz.

Die Haftungsfrage ist bei Kindern – ganz gleich von wem sie letztendlich kommen – nicht ganz einfach zu beantworten: Grundsätzlich gelten alle Kinder bis zum siebten Lebensjahr als „nicht deliktfähig“, können also für einen Schadensfall ganz gleich welcher Höhe nicht haftbar gemacht werden. Im Straßenverkehr gilt sogar eine Altersgrenze von zehn Jahren. Sofern die Geschädigten Ihnen als Eltern die Missachtung der Aufsichtspflicht nachweisen können, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit Schadensersatzforderungen entgegensehen. Für diesen Schaden steht die Haftpflichtversicherung in der Regel ein.

Welche Leistungen sind bei der Privathaftpflicht ausgenommen?

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