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Armutsrisiko für künftige Rentner höher als bislang bekannt

Armutsrisiko für künftige Rentner offenbar höher als bislang bekannt

02.09.2012, 09:27 Uhr | AFP, dapd

Armutsrisiko für künftige Rentner höher als bislang bekannt. Das Risiko der Altersarmut wächst (Quelle: dpa)

Das Risiko der Altersarmut wächst (Quelle: dpa)

Alarmierende Nachrichten für die künftigen Rentner in Deutschland: Das Armutsrisiko der kommenden Rentnergenerationen ist nach neuesten Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums erheblich höher als bekannt.

Das Risiko der Altersarmut wächst (Quelle: dpa)Das Risiko der Altersarmut wächst (Quelle: dpa)

Rentnern droht das Sozialamt

Ab 2030 drohe Arbeitnehmern, die 2500 Euro brutto im Monat verdienen und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, nur eine Rente in Höhe des Grundsicherungsbetrags von 688 Euro, berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums.

In einem Brief an die Junge Gruppe der Unionsfraktion schlage Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Alarm, dass alle, die unter 2500 Euro verdienten, "mit dem Tag des Renteneintritts den Gang zum Sozialamt antreten" müssten.

Selbst längere Arbeit hilft kaum

In dem siebenseitigen Schreiben warnt von der Leyen weiter: "Es steht nicht mehr und nicht weniger als die Legitimität des Rentensystems für die junge Generation auf dem Spiel."

Laut "BamS" sehen die Zahlen nach den aktuellen Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums nur geringfügig besser aus, wenn eine längere Lebensarbeitszeit zugrunde gelegt wird.

Weniger Geld wegen Rentenreform

Bei 40 Jahren Beitragszahlung müsse der Arbeitnehmer konstant mindestens 2200 Euro im Monat verdienen, um auf einen Rentenanspruch in Höhe der Grundsicherung zu kommen.

Grund für das steigende Altersarmutsrisiko seien die beschlossenen Rentenreformen, nach denen das Rentenniveau bis 2030 von derzeit 51 Prozent auf 43 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns vor Steuern sinkt.

Kampf für die Zuschussrente

Laut "BamS" will sich die Ministerin am Mittwoch mit der Jungen Gruppe der Unionsfraktion treffen. Die Abgeordneten kritisieren von der Leyens Pläne für eine Zuschussrente als Ausweitung einer Sozialleistung auf Kosten der jüngeren Generation.

Auch der Koalitionspartner FDP lehnt die Pläne der Ministerin ab. Das Modell von der Leyens sieht vor, dass Geringverdiener ihre Altersversorgung auf bis zu 850 Euro aufgestockt bekommen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. 

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