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Altersvorsorge: Falsche Beratung kostet Milliarden

Deutsche zahlen Milliarden zu viel für Altersvorsorge

27.12.2012, 12:44 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Altersvorsorge: Falsche Beratung kostet Milliarden. Der Niedrigzins bietet nicht nur Vorteile (Quelle: imago images)

Sparer und Anleger sind in der Schuldenkrise ratlos (Quelle: imago images)

Die Deutschen sollten genau prüfen, wie viele Beiträge sie zahlen. Denn einer Studie des Bamberger Finanzwissenschaftlers Andreas Oehler zufolge, verlieren die Bundesbürger jedes Jahr bis zu 17 Milliarden Euro. Schuld daran ist die schlechte Beratung über Produkte zur privaten Altersvorsorge - vor allem bei der Riester-Rente, berichtet die "Berliner Zeitung". Das Gutachten wurde von Grünen-Bundestagfraktion in Auftrag gegeben.

Studie: Gesamtverlust liegt bei 50 Milliarden Euro

Der Studie zufolge entstehen den Verbrauchern allein bei Kapitallebens- und privaten Rentenversicherungen Kosten in Höhe von 16 Milliarden pro Jahr, weil sie ihre Verträge vorzeitig kündigten. Oehler führt den allergrößten Teil der Stornierungen auf eine irreführende oder unvollständige Verbraucherberatung bei Vertragsabschluss zurück.

Auch bei Riester-Verträgen seien gravierende Mängel keine Seltenheit, wie Oehler in seinem Gutachten dem Blatt zufolge zeigt. Bei Riester-Rentenprodukten entstehe jährlich eine Milliarde Euro Verlust, den richtigen Vertrag zu finden, komme einem "Lotteriespiel" gleich, schreibt die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ). Zudem gingen durch eine komplizierte Zulagenförderung Steuervergünstigungen oft verloren, schreibt die Zeitung weiter.

Den Gesamtverlust, den deutsche Verbraucher jedes Jahr durch mangelhafte Beratung von Banken und Finanzdienstleistern erleiden, schätzt der Wissenschaftler auf mindestens 50 Milliarden Euro.

"5000 Riester-Produkte überfordern selbst Finanzexperten"

"Der deutsche Steuerzahler buttert jährlich Milliarden in die private Altersvorsorge. Das soll die Rentnerinnen und Rentnern reich machen, nicht die Banken und Versicherungsmakler", sagte die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen, Nicole Maisch, der Zeitung.

Verantwortlich hierfür sei die Bundesregierung. Maisch forderte, überhöhte Gebühren und Provisionen dürften nicht länger an der Rente der Sparer zehren. Solche Belastungen auf Kosten der Vorsorge müssten gesetzlich begrenzt werden. Zudem müsse der Markt übersichtlicher werden: "Allein 5000 Riester-Produkte überfordern selbst Finanzexperten."

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