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Teures 2013: Versicherer blicken auf Jahr der Naturgewalten


So teuer war 2013  

Versicherer blicken zurück auf Jahr der Naturgewalten

02.01.2014, 15:31 Uhr | rtr, t-online.de

Teures 2013: Versicherer blicken auf Jahr der Naturgewalten. Schwere Unwetter gab es 2013, wie hier in Erfurt, in vielen Teilen Deutschlands (Quelle: dpa)

Schwere Unwetter gab es 2013, wie hier in Erfurt, in vielen Teilen Deutschlands (Quelle: dpa)

2013 bleibt in Erinnerung als Jahr der Naturgewalten - auch in Deutschland. Sturm, Hagel und die Sommerflut haben die deutschen Versicherer so viel gekostet wie lange nicht.

Unter dem Strich steht eines der schadensreichsten Jahre seit 1990. Knapp sieben Milliarden Euro Schäden habe die Branche den Kunden ersetzt, zog der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Bilanz. Zwei Ereignisse haben besonders belastet: das Juni-Hochwasser und die Hagelstürme im Sommer.

2013 war aber kein Ausnahmejahr

"Über zwei Millionen Schäden innerhalb weniger Monate schnell zu regulieren, war eine gigantische Aufgabe", erklärte GDV-Präsident Alexander Erdland. 2013 sei aber kein Ausnahmejahr gewesen: Die Jahre 1990 mit den Stürmen "Vivian" und "Wiebke" und 2002 mit dem Elbe-Hochwasser und Winterstürmen hätten vergleichbare Schäden angerichtet.

Nach dem Hochwasser an Elbe und Donau waren im Juni Experten aus ganz Deutschland in die Katastrophenregionen gerufen worden, um die Schäden zu regulieren. Versicherer mieteten Fabrikhallen an, um vom Hochwasser betroffene Autos zu begutachten. Die Folgen der Flut belasteten die Versicherer mit rund 1,8 Milliarden Euro - nur für Schäden an Gebäuden.

Hagel kostet Milliarden

Für die Hagelstürme von Sommer bis Frühherbst zahlte die Sachversicherung rund 3,1 Milliarden Euro für Schäden an Gebäuden und Hausrat. Die Unwetterschäden, die die Kfz-Versicherung regulieren musste, summieren sich auf 1,5 Milliarden Euro.

Der GDV warnte vor einer Häufung von Wetterkatastrophen in den nächsten Jahrzehnten. Nach einer gemeinsamen Studie von Versicherern und Klimaforschern könnten sich Flutschäden bis zum Ende des Jahrhunderts verdoppeln. Beim Hagel sei schon bis 2050 mit einem Zuwachs um 60 Prozent zu rechnen.

In Risikogebieten können Bewohner oft gar keinen Hochwasser-Schutz mehr abschließen. Der GDV mahnte dennoch eine bessere Aufklärung über Naturgefahren an, damit sich mehr Menschen dagegen wappneten, etwa durch bauliche Schutzmaßnahmen. Für Niedersachsen und Sachsen gibt es bereits das Portal "ZÜRS Public", das das Risiko für einzelne Gebäude anzeigt.

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