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Umzugsprämie: Senioren sollen jungen Familien Platz machen

Umzugsprämie gegen Wohnungsnot  

Senioren sollen jungen Familien Platz machen

05.02.2015, 15:09 Uhr | AFP

Umzugsprämie: Senioren sollen jungen Familien Platz machen. Senioren sollen bis zu 5000 Euro staatliche Umzugsprämie für den Wechsel in kleinere Wohnungen bekommen können. (Quelle: dpa)

Senioren sollen bis zu 5000 Euro staatliche Umzugsprämie für den Wechsel in kleinere Wohnungen bekommen können. (Quelle: dpa)

Vor allem in Ballungsräumen ist der Wohnraum für Familien oft knapp. IG-Bau-Chef Robert Feiger hat nun eine außergewöhnliche Idee: Er schlägt Prämien für umzugswillige Senioren vor. Sozialverbände nahmen den Vorschlag positiv auf, Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) lehnte ihn allerdings ab, schreibt die "Bild"-Zeitung.

"Viele Senioren sitzen im Alter in ihren großen Wohnungen fest, viele Familien müssen dagegen in viel zu kleinen Wohnungen wohnen", sagte Feiger. "Diesen Missstand müssen wir beheben." Der Gewerkschafter schlug vor, umzugswilligen Senioren für Umzugshelfer, Maklerkosten und Renovierung der alten Wohnung je nach Bedarf bis zu 5000 Euro staatliche Prämie zu bezahlen. Für viele ältere Menschen - zumal für Alleinstehende - sei ihre Wohnung zu groß.

"Altersgerechtes Umbauen" im Fokus der Regierung

Ministerin Hendricks meldete Bedenken an. "Ich halte diesen Vorschlag aber nicht für geeignet, dieses Problem zu lösen", erklärte sie in Berlin. Ihr Ministerium verfolge mit dem Programm "Altersgerechtes Umbauen" das Ziel, "älteren Menschen einen möglichst langen Verbleib in der vertrauten Wohnumgebung zu ermöglichen". Hierdurch könnten Kosten für Sozial- und Pflegekassen "in erheblichem Umfang" eingespart werden.

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Bereits jetzt biete die soziale Wohnraumförderung der Länder die Möglichkeit des freiwilligen Wohnungstauschs, also des Umzugs von einer größeren in eine kleinere Wohnung zu Gunsten von Familien, erklärte Hendricks. "Nicht sozial verträgliche Zwangskündigungen sind zur Problemlösung nicht geeignet."

Sozialverbände offen für Vorschlag

Die Sozialverbände nahmen Feigers Vorschlag positiver auf. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Ulrike Mascher, nannte den Vorstoß in der "Bild" eine "gute Idee". Sie forderte zugleich, es müsse dafür gesorgt werden, dass es ausreichend "preiswerte Wohnungen im selben Stadtteil" für die Senioren gebe.

Der Chef des Sozialverbands SoVD, Adolf Bauer, nannte die Maßnahme "im Einzelfall sinnvoll". Allerdings warnte er: "Kein Mensch darf sich gezwungen fühlen, seine Wohnung räumen zu müssen."

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