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Rentenerhöhung 2016: WIe es zur satten Anpassung kommt

"Größte Anpassung seit Jahrhundertwende"  

Renten steigen 2016 kräftig an

29.10.2015, 18:12 Uhr | dpa, AFP

Rentenerhöhung 2016: WIe es zur satten Anpassung kommt. Rentner in Deutschland können sich auf ein sattes Plus bei ihren Altersbezügen einstellen. (Quelle: dpa)

Rentner in Deutschland können sich auf ein sattes Plus bei ihren Altersbezügen einstellen. (Quelle: dpa)

Rentner in Deutschland dürfen sich auf einen Rekord-Anstieg ihrer Bezüge freuen. Das Plus könnte nach Schätzungen zwischen vier und fünf Prozent liegen, teilte die Deutsche Rentenversicherung mit. 

Alexander Gunkel, Vorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Bund, erklärte, das wäre "die größte Rentenanpassung seit der Jahrhundertwende". Sie betrifft knapp 21 Millionen Rentner und würde ab 1. Juli 2016 gelten. 

Absolute Klarheit über den Anstieg werde es erst im Frühjahr geben, sagte Gunkel - auch darüber, ob die Erhöhung in Ost und West gleich ausfalle. Der Beitragssatz werde im kommenden Jahr bei 18,7 Prozent bleiben, mit einer Anhebung sei erst im Jahr 2021 zu rechnen.

Darum kommt es zu der satten Erhöhung

Die Gründe für den erneuten Rentenanstieg seien vor allem gute Konjunktur und Rekordbeschäftigung. 2016 gibt es den Angaben zufolge statistisch eine besondere Situation: Durch eine Revision bei der Gesamtberechnung der Durchschnittslöhne fiel die Rentenanpassung 2015 um rund einen Prozentpunkt niedriger aus. Dieser statistische Effekt wird bei der Rentenanpassung im darauffolgenden Jahr automatisch eins zu eins wieder ausgeglichen.

Am 1. Juli 2015 waren die Renten im Westen um 2,1 Prozent und im Osten um 2,5 Prozent gestiegen. (Quelle: dpa)

Gefahr der Altersarmut besteht weiter

Der Sozialverband VdK begrüßt die Rentenerhöhung: Nach den "mageren" Rentenerhöhungen der letzten Jahre sei 2016 "mit einer guten Nachricht" für Rentner zu rechnen, sagte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher.

Die Gefahr von Altersarmut sei damit nicht gebannt. "Die Neu-Renten befinden sich seit Jahren im rasanten Sinkflug", so Mascher. Schuld daran sei das absinkende Rentenniveau. Schon heute liege es bei 47,4 Prozent. Bis 2030 soll es auf 43 Prozent fallen. "Es muss aber mindestens auf 50 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns angehoben und dort eingefroren werden", forderte Mascher. "Sonst ist auch für einen Durchschnittsverdiener die Einschränkung der Lebensqualität im Alter zu hoch."

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