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Drei Millionen Kassen-Versicherte müssen 2017 mehr zahlen

Von t-online
Aktualisiert am 23.12.2016Lesedauer: 2 Min.
Für einige Millionen Kassenmitglieder wird die Krankenversicherung im nächsten Jahr teurer.
Für einige Millionen Kassenmitglieder wird die Krankenversicherung im nächsten Jahr teurer. (Quelle: dpa-bilder)
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Die Hoffnung auf stabile Zusatzbeiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung erfüllt sich zumindest für mehr als drei Millionen zahlende Mitglieder nicht. Mehrere Krankenkassen haben eine Erhöhung des Zusatzbeitrags ab Januar 2017 beschlossen.

Laut der Vergleichsseite krankenkasseninfo.de erhöhen vor allem bisher günstige Kassen ihren Zusatzbeitrag, weil ihre Kosten weiter geklettert sind. So wird auch bei der bislang einzigen Kasse ohne Zusatzbeitrag, der für Baden-Württemberger geöffneten Metzinger BKK, ein Aufschlag von 0,3 Prozent auf den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent fällig.

Auch für die allein 2,5 Millionen zahlenden Mitglieder der AOK Plus in Sachsen und Thüringen steigt demnach der Zusatzbeitrag um 0,3 Prozentpunkte auf dann 0,6 Prozent. Die IKK Brandenburg und Berlin erhöht ihren Zusatzbeitrag um 0,29 Punkte auf 0,89 Prozent. Das ist aber immer noch günstiger als der Aufschlag, den die Kassen im Durchschnitt verlangen: 1,1 Prozent.

Zusatzbeitrag steigt um bis zu 0,4 Prozentpunkte

Stärker werden nach Angaben von krankenkasseninfo.de die Beitragszahler der BKK VDN, der BKK ProVita und der Bergischen Krankenkasse belastet. Hier klettert der Zusatzbeitrag um rund 0,4 Prozentpunkte. Am stärksten erhöht die BKK RWE mit 0,6 Punkten auf 1,3 Prozent, aber sie steht nur Mitarbeitern offen. Mit 15,9 Prozent Beitragssatz gehört die BKK RWE zu den eher teuren. Einige Krankenkassen verlangen zwar sogar bis zu 16,3 Prozent, doch gehören sie nicht zu denen, die den Zusatzbeitrag erhöhen.

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Billiger durch Fusionen

Obwohl keine Kasse ihren Beitrag senkt, wird es trotzdem für Mitglieder von zwei Kassen im kommenden Jahr günstiger. Die bisher teuerste Krankenkasse BKK Braun Gillette, die knapp zwei Prozent auf den allgemeinen Beitragssatz aufgeschlagen hatte, fusioniert mit der Pronova BKK, sodass die neu hinzu gekommenen Mitglieder nun vom geringeren Zusatzbeitrag der Ludwigshafener profitieren, der 2017 voraussichtlich bei unverändert 1,2 Prozent liegen wird.

Etwas geringer fällt der Vorteil für die bisherigen Mitglieder der Vereinigten BKK aus. Sie zahlen nach der Fusion mit der BKK VBU künftig 0,3 Prozentpunkte weniger. Die "Elefantenhochzeit" der Deutschen BKK und der Barmer GEK hat dagegen keine Auswirkungen beim Beitragssatz.

Weniger Kassen und Sonderkündigungsrecht

Der Zahl der Krankenkassen war auch 2016 weiter rückläufig. Aktuell gibt es 118 Anbieter. Vor Jahresfrist waren es noch 124 - und 2005 sogar noch 267.

Krankenkasseninfo.de weist darauf hin, dass Mitglieder, die 2017 mehr zahlen sollen, ein Sonderkündigungsrecht bis Ende Januar haben. Da sich die Leistungen der Kassen aber in Details unterscheiden, sollte der Vergleich neben den Kosten auch das Angebot und den Service beinhalten.

Die aktuelle Liste aller Zusatzbeiträge finden Sie hier.

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