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Pfändungsfreies Konto: So schützen Sie Ihr Guthaben


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Pfändungsfreies Konto: Girokonto mit besonderem Schutz

17.04.2014, 11:34 Uhr | rb (TP)

Die einzige Möglichkeit, ein Guthaben auf Ihrem Konto vor einer Kontopfändung zu schützen, ist ein pfändungsfreies Konto (§ 850k Zivilprozessordnung). Dieses Girokonto eignet sich für den normalen Zahlungsverkehr, bietet Ihnen aber unbürokratischen Schutz innerhalb bestimmter Freigrenzen. Hier erfahren Sie Wissenswertes über ein pfändungsfreies Konto.

Geringes Einkommen und hohe Schulden? Sichern Sie sich ein pfändungsfreies Konto

Als Kontoinhaber bei einer Bank oder Sparkasse haben Sie jederzeit das Recht, Ihr Girokonto in ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto umzuwandeln. Beachten Sie dabei, dass ein pfändungsfreies Konto immer als Einzelkonto geführt wird. Wenn Sie bisher ein Gemeinschaftskonto hatten, muss jeder Kontoinhaber ein eigenes pfändungsfreies Konto eröffnen.

So viel Geld dürfen Sie auf Ihrem Pfändungsschutzkonto haben

Grundsätzlich hat ein pfändungsfreies Konto die Aufgabe, innerhalb der geschützten Freibeträge eine Pfändung Ihres Kontos zu verhindern. Dabei darf das Guthaben des Kontos den pauschalen Basisschutz von 1.045,04 Euro für Alleinstehende nicht überschreiten. Ist das Guthaben höher, ist das kontoführende Institut verpflichtet, Überschüsse an Pfändungsgläubiger zu überweisen. Je nachdem, wie viele unterhaltspflichtige Personen in Ihrem Haushalt leben, erhöht sich der pauschale Basisschutz für Ihr pfändungsfreies Konto wie folgt:

- Unterhaltspflicht gegenüber einer Person = 1.438,34 Euro

- Unterhaltspflicht gegenüber zwei Personen = 1.657,46 Euro

- Unterhaltspflicht gegenüber drei Personen = 1.876,58 Euro

- Unterhaltspflicht gegenüber vier Personen = 2.095,70 Euro

- Unterhaltspflicht gegenüber fünf und mehr Personen = 2.314,82 Euro.

Sie müssen als Kontoinhaber Ihrer Bank eine Bescheinigung vorlegen, dass es sich um geschützte Freibeträge oder pfändungsgeschützte Geldeingänge handelt. Eine solche Bescheinigung erhalten Sie unter anderem von Ihrem Arbeitgeber, den Familienkassen oder von Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen.

Das sollten Sie noch über Ihr pfändungsfreies Konto wissen

Die Umstellung Ihres Girokontos in ein pfändungsfreies Konto muss Ihre Bank kostenlos vornehmen. Das befreit Sie allerdings nicht von der Zahlung der Kontoführungsgebühren. Der Kontoschutz wird bei der Umstellung in ein pfändungsfreies Konto bis zu vier Wochen rückwirkend wirksam. Das erhöht Ihren zeitlichen Spielraum bei der Einrichtung oder dem Wechsel zum Pfändungsschutzkonto.

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