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Die Mehrheit will nicht umschichten

Abgeltungsteuer-Countdown  

Die Mehrheit will nicht umschichten

03.11.2008, 12:01 Uhr | bv, dpa, dpa-tmn, t-online.de

Abgeltungsteuer - Die meisten wollen nicht umschichten (Foto: imago)Abgeltungsteuer - Die meisten wollen nicht umschichten (Foto: imago) Die meisten deutschen Wertpapieranleger wollen wegen der Abgeltungssteuer bis zum Jahreswechsel ihre Anlagen nicht auf den Prüfstand stellen. 57 Prozent sagten, die Abgeltungsteuer beeinflusse ihre Anlage nicht. Nur 26 Prozent aller Bundesbürger, die in Wertpapiere investieren, leiten aus der neuen Besteuerung einen Handlungsbedarf ab. Das geht aus dem "Vermögensbarometer 2008" des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) in Berlin hervor. Außerdem stehen Immobilien bei den Bundesbürgern weiterhin hoch im Kurs.

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Jährliche Befragung im Sommer

Für die jährliche Untersuchung wurden im Sommer rund 2000 Haushalte in Deutschland befragt. Die Einführung der Abgeltungssteuer wirkt sich vor allem auf Wertpapierbesitzer aus. Die Befragung fand damit in einigem zeitlichem Abstand zur Einführung der Steuer statt und auch vor den Finanzmarktturbulenzen als Folge der Finanzkrise.

Immobilien weiterhin beliebt

Die Umfrage ergab außerdem, dass die eigenen vier Wände bei den Deutschen weiter einen hohen Stellenwert haben. Etwa jeder Vierte im Alter zwischen 20 und 50 Jahren will demnach in Zukunft eine selbst genutzte Immobilie erwerben. Sicherheit steht dabei offenbar an erster Stelle: Zwei Drittel aller Interessenten würden dabei höchstens eine Verschuldung von 60 Prozent des Kaufpreises in Kauf nehmen. Ein Viertel würde die neue Riester-Förderung für Wohneigentum nutzen wollen.

Familien besonders zukunftsfroh

Ein weiteres Ergebnis der Befragung lautet, dass Familien mit Kindern besonders zuversichtlich in die Zukunft blicken. So sagt fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) in dieser Gruppe, es gehe ihnen "sehr gut" oder "gut". Dieser Wert liegt den Angaben nach deutlich über dem der kinderlosen Haushalte.

Umschichten jetzt relativ günstig

Wer noch vor Inkrafttreten der Abgeltungssteuer sein Depot umstrukturieren will, sollte sich nicht von den derzeitigen Kursstürzen abschrecken lassen. Zwar sei das Kursniveau momentan schwach - dafür seien viele Aktien aber auch vergleichsweise günstig zu haben, erläutert das Deutsche Aktieninstitut in Frankfurt. Es schade dem Wert des Gesamtdepots also nicht, wenn Anleger sich von einem Teil ihrer Papiere trennen, um dafür andere zu kaufen.

Künftige Gewinne steuerfrei einstreichen

Wer breiter streut als vorher, verringert dem Aktieninstitut zufolge sogar sein Gesamtrisiko. Und trotz der Einführung der Abgeltungssteuer am 1. Januar 2009 bleiben die möglichen Kursgewinne bei einem Kauf vor Jahresende steuerfrei, wenn die Haltedauer mindestens zwölf Monate beträgt.

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