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Liechtenstein verliert fast 20 Prozent der Einlagen

Steueroasen  

Liechtenstein verliert fast 20 Prozent der Einlagen

03.06.2009, 13:51 Uhr | bv, AFP, t-online.de

Liechtenstein - Steueroase leidet unter Geldabfluss (Quelle: imago images)Liechtenstein - Steueroase leidet unter Geldabfluss (Quelle: imago images) Die Debatte um Steueroasen hat den Banken in Liechtenstein massiv geschadet. Die Geldeinlagen, die in dem Fürstentum verwaltet werden, gingen im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf 225 Milliarden Schweizer Franken (rund 148 Milliarden Euro) zurück. Das geht aus dem Jahresbericht der liechtensteinischen Finanzaufsicht FMA hervor. Schuld seien neben der Finanzkrise "die Debatten über den Finanzplatz Liechtenstein". Diese "beispiellosen Ereignisse" des vergangenen Jahres hätten erst zu Beginn dieses Jahres ihre volle Wirkung entfaltet. Die Folgen seien nicht abschätzbar.

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Liechtenstein will weniger Oase sein

Liechtenstein hatte sich Mitte März zur internationalen Zusammenarbeit in Steuerfragen bereit erklärt. Das Fürstentum lockerte dabei auch sein seit Jahrzehnten gehütetes Bankgeheimnis. Das Land schloss ein Abkommen mit den USA zur Zusammenarbeit bei Steuerbetrug und -hinterziehung. Ähnliche Vereinbarungen mit anderen Staaten werden derzeit verhandelt, auch mit Deutschland.

Steuerskandal mit Nachwirkungen

Die Zugeständnisse folgten mehr als ein Jahr nach einem großen Steuerskandal. Dabei waren zahlreiche Steuerbetrüger aufgeflogen, die ihr Geld am Fiskus vorbei in dem Fürstentum angelegt hatten. Unter den zahlreichen wohlhabenden Menschen aus aller Welt war auch der ehemalige Deutsche-Post-Chef Klaus Zumwinkel.

Schwarzgeld häufig wieder "gereinigt"

Nach dem Skandal dürften viele Menschen ihr Vermögen in den vergangenen Monaten aus dem Fürstentum abgezogen haben, die ihr Geld im Vertrauen auf die absolute Diskretion der liechtensteinischen Banken im Nachbarland angelegt hatten. Bei Steuerverfahren und Selbstanzeigen dürfte außerdem in vielen Fällen aus Schwarzgeld wieder "weißes" geworden sein, das nun auch wieder in Deutschland geparkt werden kann.

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