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Steuern: Fahrtenbuch muss lückenlos geführt werden

Steuern  

Fahrtenbuch genau führen

08.04.2010, 15:05 Uhr | dpa tmn, mash

Steuern: Fahrtenbuch muss lückenlos geführt werden. Steuerzahler müssen ihr Fahrtenbuch akribisch führen (Foto: imago)

Steuerzahler müssen ihr Fahrtenbuch akribisch führen (Foto: imago)

Im Fahrtenbuch des privat und beruflich genutzten Dienstwagens müssen die Angaben lückenlos sein. Sonst besteht die Gefahr, dass das Finanzamt das Fahrtenbuch nicht anerkennt. Und das kann teuer werden.

Datum und Kilometerstand, Reiseziel und Reisezweck

Datum und Kilometerstand zu Beginn und am Ende jeder einzelnen beruflich veranlassten Fahrt sind zu vermerken, ebenso das Reiseziel und der Reisezweck sowie die aufgesuchten Geschäftspartner. Diese Punkte zählt der Bund der Steuerzahler in Berlin auf und verweist auf mehrere Urteile von Finanzgerichten (Bundesfinanzhof Az. VI R 86/04, Finanzgericht Hamburg Az. 1 K 15/06 und Finanzgericht Schleswig-Holstein Az. 1 K 170/05).

Umwege müssen aufgezeichnet werden

Darin seien die strengen Anforderungen der Finanzverwaltung an Fahrtenbücher bestätigt worden. "Auch Umwege müssen aufgezeichnet werden. Mehrere Teilabschnitte einer einheitlichen beruflichen Reise können aber miteinander zu einer zusammenfassenden Eintragung verbunden werden", erläutert die Steuerreferentin Isabel Klocke. Für private Fahrten sind dagegen nur die gefahrenen Kilometer zu vermerken. Für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte reicht ein kurzer Hinweis mit Kilometerstands-Angabe.

Fahrtenbuch muss alle erforderlichen Angaben enthalten

Aus dem Fahrtenbuch müssen sich laut Klocke alle erforderlichen Angaben entnehmen lassen. Ein Verweis auf weitere Unterlagen ist nur zulässig, wenn "der geschlossene Charakter der Fahrtenbuchaufzeichnungen" dadurch nicht beeinträchtigt wird. Erkennt das Finanzamt das Fahrtenbuch zum Beispiel wegen lückenhafter Angaben nicht an, wird die Privatnutzung des Firmenwagens automatisch nach der Ein-Prozent-Regelung versteuert.

Vorsicht bei Ein-Prozent-Regelung

Insbesondere, wenn es sich um ein sehr teures Fahrzeug handelt und der Wagen kaum privat genutzt wird, wirkt sich die Anwendung dieser pauschalen Besteuerung aber eher nachteilig aus, sagt Klocke. Der Steuerzahler müsse dann höhere Steuern entrichten. Die Ein-Prozent-Regelung kann auch freiwillig für die Versteuerung des geldwerten Vorteils bei der Nutzung des Dienstwagens gewählt werden. Das lohnt sich im Umkehrschluss dann eher bei billigeren Fahrzeugen und häufiger privater Nutzung. Die Expertin rät, die Mühe auf sich zu nehmen und das Fahrtenbuch ordnungsgemäß zu führen.

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