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Klima: Schweden wollen europaweite Steuer auf Fleisch

Klimaschutz: Schweden wollen europaweite Steuer auf Fleisch

26.01.2013, 13:13 Uhr | Spiegel Online

Klima: Schweden wollen europaweite Steuer auf Fleisch. Klimaschutz: Schweden fordert höhere Fleischsteuer (Quelle: dpa)

Klimaschutz: Schweden fordert höhere Fleischsteuer (Quelle: dpa)

Tierhaltung produziert Klimagase - da liegt eine Idee aus Schweden nahe: Eine Landwirtschaftsbehörde in Stockholm fordert eine EU-weite Steuer auf Fleisch. Ein Kilo Rindfleisch soll 1,50 Euro teurer werden.

Rülpsende Kühe und Schafe gelten als enorme Klimakiller, gerade in der Massenzucht. Würde ihr Fleisch nach dem Schlachten extra besteuert, ginge der Konsum deutlich zurück. Das ist die Logik einer dem schwedischen Landwirtschaftsministerium unterstellten Behörde. Sie hat daher die Einführung einer Fleischsteuer gefordert, wie die "tageszeitung" ("taz") schreibt.

Ein entsprechender Rapport sei bereits am vergangenen Dienstag vorgelegt worden. Schwedische Nachrichtenseiten sowie Branchendienste berichten ebenfalls darüber.

Abgaben wohl auch für Fisch, Eier und Milchprodukte geplant

Auch für Fisch, Eier und Milchprodukte soll es laut "taz" Abgaben geben. Vorausgesetzt wird aber, dass sich die gesamte EU auf eine Steuer einigt. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass Unternehmen in die Länder abwandern, die keine Steuer erheben, schreibt die Zeitung. Die Höhe einer möglichen Steuer könnte laut "taz" bei knapp 1,50 Euro pro Kilo Rindfleisch liegen.

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF macht die Tierzucht ein Fünftel des weltweiten Klimagasausstoßes aus. Daher wäre es doch selbstverständlich, dass die Verbraucher an den Umweltkosten beteiligt würden, argumentiert die Behörde.

Klima-Zertifikate für Kuhbauern

Ähnlich hatte sich kürzlich der Präsident des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, geäußert. Er forderte, zumindest die großen Mastbetriebe in den Emissionshandel einzubeziehen. Sinke der Konsum von Fleisch und damit der Flächen, die für den Anbau von Futtermitteln genutzt werden, gebe es mehr Felder für den Anbau von Nahrungsmitteln.

Allerdings ist fraglich, ob die Behörde mit ihrem Vorschlag weit kommt. Nicht nur die schwedische Fleischindustrie kritisierte den Vorstoß, auch das Finanzministerium zeigte sich skeptisch.

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