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Alles über die Kritik an der Mütterrente


Mütterrente  

Alles über die Kritik an der Mütterrente

06.06.2014, 12:04 Uhr | om (CF)

Die Mütterrente steht bereits seit Beginn ihrer Planung in der Kritik. Während sich die Begünstigten über zusätzliche Leistungen freuen dürfen, sehen Gegner ein großes Problem bei der Finanzierung. Hier erfahren Sie, worum es hauptsächlich bei der Kritik an der Mütterrente geht.

Kritik an der Finanzierung

Es ist nicht so sehr der Inhalt der Mütterrente, welcher in der Kritik steht, sondern ihre Finanzierung: Nach aktuellen Einschätzungen wird die Anhebung der Rentenleistungen für Kindererziehungszeiten von vor 1992 geborenen Kindern zusätzlich jährlich ungefähr 6,5 Milliarden Euro kosten, berichtet der Deutsche Gewerkschaftsbund. Das Geld dafür soll allein von der Rentenkasse zur Verfügung gestellt werden. Auch aus diesem Grund wurde der Beitragssatz für die Rentenversicherung zuletzt nicht gesenkt, obwohl dort Überschüsse vorhanden sind, welche diesen Schritt eigentlich automatisch bedingt hätten. Den deutschen Arbeitnehmern ist auf diese Weise eine Entlastung bei den Lohnnebenkosten entgangen - ein Umstand, den unter anderem der Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft kritisiert hat.

Bedenken auf langer Sicht

Bei den Überschüssen handelt es sich zudem um eine Momentaufnahme: Aufgrund der aktuell hohen Beschäftigungszahlen und den verhältnismäßig hohen Einkommen wird ist mehr Geld in die Rentenkasse eingezahlt worden. Durch die Mütterrente könnten diese Mehreinnahmen und Überschüsse schnell abgebaut werden. Die Kritik an den zusätzlichen Rentenleistungen besteht derzeit darin, dass die Finanzierung womöglich zu kurz gedacht ist. Gegner aus den Reihen von CDU und SPD äußerten laut der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" in einem gemeinsamen Brief ihre Bedenken: Wird der Überschuss in der Rentenkasse aufgrund der Mehrausgaben durch die Mütterrente getilgt, wäre eine Erhöhung der Beitragssätze ihrer Meinung nach unumgänglich.

Nicht alle zahlen für die Mütterrente

Schließlich haben Kritiker, wie etwa SPD-Politikerin Anette Kramme gegenüber dem "Handelsblatt" das Argument vorgebracht, dass es sich bei der Mütterrente um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handle und daher für sie Steuergelder verwendet werden müssten. Da die Mütterrente allerdings allein aus der Rentenkasse finanziert werden soll, zahlen nur diejenigen, die gesetzlich versichert sind. Ausgenommen bleiben Ärzte, Beamte und andere Berufsgruppen, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

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