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Poroschenko wegen "Panama Papers" unter Druck

Offshore-Firma gegründet  

Poroschenko wegen "Panama Papers" unter Druck

06.04.2016, 20:10 Uhr | AP, t-online.de

Poroschenko wegen "Panama Papers" unter Druck. Krise in der Ukraine: Präsident Petro Poroschenko gerät durch die "Panama Papers" unter Druck. (Quelle: Reuters)

Krise in der Ukraine: Präsident Petro Poroschenko gerät durch die "Panama Papers" unter Druck. (Quelle: Reuters)

Nachdem seine Briefkastenfirma in den "Panama Papers" auftauchte, geht der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in die Offensive. Auf den ersten Blick scheint er zu Unrecht beschuldigt. Ein wichtiges Detail zu der Affäre verschweigt Poroschenko jedoch.

Der durch die Enthüllungen in den "Panama Papers" unter Druck geratene Poroschenko hat seine Briefkastenfirma in einer Steueroase verteidigt. Er habe sie für sein Süßwarenunternehmen gründen müssen, als er 2014 Präsident geworden sei, sagte Poroschenko. Dabei sei es nicht darum gegangen, Steuern zu minimieren.

Poroschenko argumentierte, die Offshore-Firma sei notwendig gewesen, um sein Unternehmen in einen "Blind Trust" zu überführen, also die Firma für die Zeit seiner Präsidentschaft an einen Treuhänder zu übergeben. In den bislang veröffentlichten Teilen der "Panama Papers" findet sich kein Hinweis darauf, dass diese Aussage nicht zutrifft.

Poroschenko gibt sich gelassen

Nähere Details, warum die Gründung der Offshore-Firma nötig war, nannte Poroschenko jedoch nicht. Er fügte hinzu, falls es etwas zu untersuchen gäbe, wäre er glücklich, wenn dies geschehe. Seine Verbindung zu der Briefkastenfirma sei jedoch von Beginn an transparent: "Kein verstecktes Konto, kein damit verbundenes Management, rein nichts."

Entlastet ist Poroschenko bezüglich des Vorwurfs, sich mitten in der Krise der Ostukraine im August 2014 vor allem um sein eigenes Wohl gekümmert zu haben: Mails an die Kanzlei Mossack Fonseca, die im Zentrum der "Panama Papers" steht, datieren bereits auf über eine Woche vor dem Höhepunkt der Auseinandersetzung mit Russland

Die am Sonntag erstmals veröffentlichten "Panama Papers" warfen sofort den Verdacht auf, dass mit den Briefkastenfirmen Steuern hinterzogen werden sollten. Allerdings ist allein die Inhaberschaft einer solchen Firma kein Delikt. Diese Firmen können aber für Geldwäsche oder Steuerbetrug genutzt werden.

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