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Ostdeutsche wären Verlierer bei neuer Grundsteuer

Steuerzahlerbund kritisiert  

Ostdeutsche wären Verlierer bei neuer Grundsteuer

06.06.2019, 09:30 Uhr | dpa-AFX

Was künftig in die Berechnung der Grundsteuer einfließt (Quelle: AFP)
Was künftig in die Berechnung der Grundsteuer einfließt

Bund und Länder haben sich bei der Reform der Grundsteuer auf die Grundzüge eines Kompromisses verständigt. Demnach sollen künftig der Bodenwert, das Alter von Gebäuden und die Mietkosten zur Berechnung der Steuer herangezogen werden. (Quelle: AFP)

Grundsteuer-Kompromiss schnell erklärt: So setzt sich die Berechnung künftig zusammen. (Quelle: AFP)


Die Grundsteuer soll bis Ende 2019 reformiert werden – so plant es Finanzminister Scholz. Doch nun zeigen Modellrechnungen: Eine neue Grundsteuer würde vor allem Menschen in Ostdeutschland teuer zu stehen kommen.

Die geplante Grundsteuerreform von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) würde vor allem für Menschen in Ostdeutschland Steuererhöhungen bedeuten. Das zeigen Berechnungen des Steuerzahlerbundes, über die die "Bild"-Zeitung berichtet.

Der Verband habe bundesweit für seine Mitglieder errechnet, wie sich ihre Grundsteuer verändern würde. "Bei unseren Beispielen gibt es zwar auch Fälle, bei denen die Belastung leicht abnimmt. Doch insgesamt fallen im Durchschnitt etwa 70 Prozent mehr Grundsteuern an", zitiert die Zeitung den Steuerzahlerbund. Das betreffe vor allem den Osten.

Grundsteuerreform kommt nicht voran

Die vom Bundesverfassungsgericht bis Ende 2019 geforderte Reform kommt derzeit nicht voran. Vor allem Bayern will, dass den Bundesländern erlaubt wird, von einer Bundesregelung abzuweichen. Der Freistaat will ein Modell, bei dem sich die Steuerhöhe pauschal an der Fläche orientiert, er verlangt deshalb eine Öffnungsklausel für einzelne Bundesländer.

Die Pläne von Scholz sehen vor, dass bei der Berechnung der Grundsteuer in Zukunft vor allem der Wert des Bodens und die durchschnittliche Miete eine Rolle spielen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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