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Gesundheitskosten: Kranksein wird immer teurer


Das Kranksein wird immer teurer

06.04.2011, 15:23 Uhr | dpa, t-online.de

Gesundheitskosten: Kranksein wird immer teurer. Gesundheitskosten steigen unentwegt (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Gesundheitskosten steigen unentwegt (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Die Gesundheitskosten in Deutschland haben 2009 einen neuen Rekord markiert. Sie stiegen um deutliche 5,2 Prozent auf 278,3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Zwischen 2000 und 2008 waren die Ausgaben jährlich nur um 2,7 Prozent gewachsen. Vor allem Ärzte und Krankenhäuser kassierten 2009 deutlich mehr und trieben so die Kosten in die Höhe.

3400 Euro pro Einwohner

Als Gründe für den besonders deutlichen Anstieg nannte das Statistische Bundesamt höhere Honorare für niedergelassene Ärzte und höhere Tariflöhne in den Krankenhäusern. Aber auch die Ausgaben für Arzneimittel und Pflege seien deutlich gestiegen. Zahlen für 2010 gibt es noch nicht. Für jeden Einwohner wurden 2009 rein rechnerisch rund 3400 Euro ausgegeben - 180 Euro mehr als 2008.

Die Gesundheitsausgaben machen mittlerweile 11,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. 2008 lag dieser Wert noch bei 10,7 Prozent. Ursache des erhöhten Anteils am BIP ist nach Darstellung der Fachleute der Einbruch der Wirtschaftsleistung 2009. "Für das Jahr 2010 wird wieder ein Rückgang dieser Kennziffer erwartet."

Gesetzliche Kassen schultern den größten Kostenanteil

Die gesetzliche Krankenversicherung schulterte mit rund 57,8 Prozent aller Ausgaben (160,9 Milliarden Euro) den größten Batzen und verzeichnete zugleich den stärksten Zuwachs aller Ausgabenträger (plus 6,2 Prozent). Ein ähnlich starkes Plus gab es bei der sozialen Pflegeversicherung, deren Ausgaben sich um 6,0 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro erhöhten. Die private Krankenversicherung wendete 26,0 Milliarden Euro auf - rund 4,3 Prozent mehr als 2008.

Arztpraxen und Apotheken kassieren das meiste Geld

Fast die Hälfte der Ausgaben entfallen auf ambulante Einrichtungen (plus 4,9 Prozent). Dabei machten die Arztpraxen mit 42,8 Milliarden Euro und die Apotheken mit 40,1 Milliarden Euro die größten Posten aus. Den stärksten prozentualen Zuwachs verzeichneten die Pflegeeinrichtungen mit 9,5 Prozent (auf 9,3 Milliarden Euro). Als Gründe nennen die Statistiker bessere Leistungen im Rahmen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes sowie höhere Ausgaben für Verbandwechsel und die Gabe von Medikamenten. Die Ausgaben in Arztpraxen sind mit 6,1 Prozent auch überdurchschnittlich stark angestiegen, vor allem wegen der höheren Honorare für die niedergelassenen Mediziner.

Die Krankenhäuser trugen mit einem Ausgabenplus von 6,4 Prozent zum überdurchschnittlichen starken Anstieg des teil-stationären Sektors bei. Dessen Plus betrug 5,8 Prozent (auf 100,2 Milliarden Euro). Hauptgrund: das Krankenhausfinanzierungs-Reformgesetz, das unter anderem höhere Tariflöhne und ein Förderprogramm bei den Stellen für Pfleger vorsieht.

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