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Finanzberatung: Jeder zweite Bankkunde kennt seine Rechte nicht

Umfrage  

Jeder zweite Bankkunde kennt seine Rechte nicht

04.05.2008, 16:34 Uhr | ots / T-Online

Jeder zweite Kunde kennt seine Rechte nicht (Foto: Archiv)Jeder zweite Kunde kennt seine Rechte nicht (Foto: Archiv) Seit dem ersten November 2007 sind Anlageberater dazu verpflichtet, Kunden über die Kosten von Finanzprodukten zu informieren. Drastisches Ergebnis einer Umfrage: Nicht einmal jeder zweite Anleger ist über diese neuen Rechte informiert, die er nach der Umsetzung des  „Finanzmarktrichtlinie-Umsetzungsgesetz“ (kurz: FRUG) genießt. Dahinter verbirgt sich ein Gesetz, mit dem die Einführung der EU-Finanzmarktrichtlinie (MIFID) in Deutschland in geltendes Recht umgewandelt wurde.

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Nur 50 Prozent der Berater informieren aktiv
Diese Aussage belegt eine für den wöchentlichen Finanzdienst "Capital Investor" durchgeführte Umfrage von Investors Marketing, einer auf den Finanzmarkt spezialisierten Unternehmensberatung, unter 150 Beratern und 1600 Kunden. Danach sprechen 52 Prozent der Bankberater ihre Klientel aktiv auf Provisionen und Rückvergütungen an und erhalten in einem Drittel der Fälle eine positive Reaktion darauf. Einem Teil der Berater gelingt es sogar, mehr Produkte abzusetzen.

Direktbank-Kunden besser informiert
Der Blick auf die Kundenseite zeigt jedoch ein anderes Ergebnis: Nur rund 48 Prozent der befragten Kunden gaben an, von der Offenlegungspflicht überhaupt zu wissen. Einer Gruppe von rund 16 Prozent, die durch die Berater informiert wurde, stehen gut doppelt so viele Anleger gegenüber, die durch die Medien aufgeklärt wurden. Bei den einzelnen Institutsgruppen ist der Informationsgrad der Befragten allerdings sehr unterschiedlich: Während bei Direktbanken mehr als 60 Prozent Bescheid wissen, sind es bei den Volksbanken nur knapp 46 Prozent sowie im Sparkassenbereich sogar nur 43 Prozent.

Wissen unterschiedlich verteilt
Der Informationsgrad hängt offenbar auch vom Anlagevermögen ab. Laut den Ergebnissen von „Capital“ sind gut 68 Prozent der vermögenden Private-Banking-Kunden über die Neuerungen informiert, dagegen nur 47 Prozent der Privatkunden. "Berater sollten ihre Kunden darauf hinweisen, welche Kosten ein Produkt aufweist", erklärt Oliver Mihm, Vorstand von Investors Marketing. "So können sie dem Kunden die Auswirkungen der Provisionen auf die Wertentwicklung ihrer Anlage besser darstellen."

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