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Geldanlage: Worauf Anleger beim Tagesgeld und Festgeld achten sollten

Kurzfristige Geldanlage  

Wenn Tages- und Festgeld mit hohen Zinsen locken

13.08.2008, 17:44 Uhr | bab, t-online.de

Tages- und Festgeld: Der Teufel steckt oft im Detail (Foto: Imago)Tages- und Festgeld: Der Teufel steckt oft im Detail (Foto: Imago) Wer kurzfristig Geld anlegen will, erzielt derzeit relativ hohe Zinsen. Grund dafür ist ausgerechnet die weltweite Finanzkrise. Banken kommen auf dem Kreditmarkt zurzeit schwer an Geld und holen es sich deshalb beim Kunden. Neben Tagesgeld locken hier aktuell vor allem Festgeldkonten mit einer Verzinsung von mehr als fünf Prozent. Wer sein Geld anlegen möchte, sollte dabei jedoch unbedingt auf die Details achten.

Mindesteinlage und Verfügbarkeit

Die beiden wesentlichen Unterschiede zwischen Tages- und Festgeld sind Mindesteinlagesumme und Verfügbarkeit. Während die meisten Banken beim Tagesgeld Zinsen ab dem ersten Euro zahlen, sind beim Festgeld Mindestanlagesummen zwischen 1000 und 10.000 Euro fällig. Für die Dauer der Laufzeit ist das Kapital in vielen Fällen nicht mehr verfügbar. Eine vorzeitige Auflösung des Vertrags geht oft mit dem Verlust der Zinsen einher.  



Festgeld punktet mit hohen Zinsen

Der Nachteil der fehlenden sofortigen Verfügbarkeit gegenüber dem Tagesgeld wird allerdings immer mehr durch eine höhere Verzinsung ausgeglichen. Viele Banken bieten inzwischen bereits bei kurzen Laufzeiten von 12 Monaten Zinsen im Bereich von 4,5 bis 5 Prozent und damit bessere Renditen als Tagesgeld-Konten an. Bei diesen gelten die Hoch-Zinsen in den allermeisten Fällen nur für die ersten sechs Monate und werden dann abgesenkt.

Tagesgeld im Schnitt bei 3,27 Prozent

"Tagesgeld bringt derzeit ordentliche Zinsen. Aber die Spitzen sind beim Festgeld besser", erklärt Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH. Nach Zahlen von FMH bieten derzeit 15 Banken mehr als 5 Prozent auf ein 12-monatiges Festgeld. Der Schnitt für Tagesgeld in Höhe von 5000 Euro belaufe sich auf 3,27 Prozent, auch wenn es Spitzenangebote mit mehr als 5 Prozent gibt.



Aufs Kleingedruckte achten

Egal für welche der beiden Formen der Geldanlage sich Anleger entscheiden, sie sollten in jedem Fall auf die Details achten und Lockvogelangebote meiden. Wichtig sind hier vor allem die Bedingungen für die Verzinsung. Oft sind hohe Zinsen zeitlich befristet, an eine Mindestsumme gebunden oder auf eine Höchstsumme begrenzt. Fallstricke ergeben sich auch durch zusätzliche Bedingungen wie die Eröffnung eines Wertpapierdepots. Auf eventuelle Zusatzkosten für die Rücküberweisung des Geldes nach der Kündigung sollten Anleger ebenfalls genauestens achten.

Einlagesicherung als Entscheidungskriterium

Viele der besonders attraktiven Tages- und Festgeldangebote sind nur über das Internet erhältlich. Manchmal kommen die Offerten auch von Banken aus dem Ausland. Hier ist nach Angaben von Experten und Verbraucherschützer die Sicherheit des Anlagebetrages aber oft nur bis zu einer Summe von 20.000 Euro durch den Einlagenschutz garantiert. Wichtig wird dieser Punkt im Fall einer Bankpleite. Angesichts der weltweiten Finanzkrise sollte dieses Risiko zwar einkalkuliert, aber nicht überbewertet werden.



Zins und Zinseszins

Ein weiteres Kriterium für die Anlageentscheidung ist das Zahlungsintervall der Zinsen. Einige Banken bieten bei ihren Tagesgeldkonten monatliche Auszahlungen an, wodurch sich die Rendite erhöht. Bei einem Anlagezeitraum von 12 Monaten und einem Zins von 4 Prozent auf insgesamt 4,07 Prozent. Allerdings sind solche Angebote eher spärlich gesät und machen sich bei kleineren Summen nur marginal bemerkbar. Bei größeren Anlagebeträgen kann der Zinseszins jedoch erhebliche Renditeunterschiede ausmachen, oft sind die Hoch-Zinsen allerdings auf einen Maximalbetrag begrenzt.

Bei der Hausbank vorbeischauen

Vor der Unterschrift unter einen Vertrag sollten in jedem Fall Konditionen verglichen werden. Eine gute Übersicht bieten Webseiten wie Tagesgeldrechner.net, wo gerade im Bereich Tagesgeld detaillierte Informationen zur Gesamtrendite der einzelnen Angebote angegeben werden. Viele der aktuellen Top-Angebote sind ausschließlich im Internet verfügbar. Ist der Vergleich einmal durchgeführt, bietet es sich jedoch an, noch einmal die Hausbank zu kontaktieren und mit den Konditionen der Konkurrenz zu konfrontieren. Um Kunden und vor allem das Geld im Haus zu behalten sind die Institute oft zu Zugeständnissen bereit.

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