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Geldanlage: Geld sicher anlegen und Panik vermeiden

Geld sicher anlegen und Panik vermeiden

02.10.2008, 19:58 Uhr | bv, dpa-tmn, t-online.de

Sichere Anlagen für unruhige Zeiten (Foto: imago)Sichere Anlagen für unruhige Zeiten (Foto: imago) Wenn es an den Börsen abwärts geht oder generelle Turbulenzen herrschen, dann suchen viele sicherheitsorientierte Anleger nach Produkten, bei denen sie auch mal acht Stunden lang ruhig schlafen können, ohne gleich befürchten zu müssen, über Nacht arm zu werden, weil wieder irgendwo eine Börse eingebrochen ist.

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Langfristiges Engagement

Wer vom Kurssturz verunsichert ist, legt sein Erspartes sicher auf Tages- oder Festgeldkonten an. Denn hier sind die Gelder durch verschiedene Einlagensicherungssysteme geschützt. Und wer am Kapitalmarkt investiert hat, sollte Panikverkäufe vermeiden. Denn nur ein langfristiges Engagement bringt laut Experten stabile Wertzuwächse.

Tagesgeld bringt zurzeit gute Zinsen

Sicher sind alle Formen von Spareinlagen, denn für sie bürgen die Banken. "Im Moment empfehle ich Tagesgeld", sagt Anlageexperte Peter Lischke von der Verbraucherzentrale Berlin. Die Zinsen seien derzeit attraktiv und das Geld täglich verfügbar. Wer über einen längeren Zeitraum anlegen will, greift zu Festgeld oder Bundeswertpapieren. Im letzten Fall steht der Staat für die Gelder ein, ebenso wie bei Staatsanleihen, die laut Lischke ebenso wenig Risiko bergen.

Spareinlagen sind geschützt

Bei Spareinlagen wie Tages- und Festgeldkonten sind Anlegergelder in Deutschland gegen Verluste geschützt: "Es gibt in Deutschland zum einen die gesetzliche Einlagensicherung", erklärt Lischke. Schon durch den Gesetzgeber sei der Schutz von 90 Prozent bei bis zu 20.000 Euro vorgeschrieben. Die deutschen Institute schützen allerdings durch mehrere Sicherungssysteme höhere Summen: So sind zum Beispiel im Einlagensicherungsfonds der privaten Banken, in den die Institute gemeinsam einzahlen, pro Anleger noch höhere Summen geschützt.

Höhe der Einlagensicherung kann abgefragt werden

"In den Sicherungssystemen der Sparkassen, Genossenschaftsbanken und der öffentlichen Banken stehen die Banken im Verbund quasi füreinander ein." Im Kreditwesengesetz ist laut Lischke vorgeschrieben, dass die Banken die Höhe der Einlagensicherung angeben. Auf der Homepage des Bundesverbands deutscher Banken in Berlin zum Beispiel (www.bankenverband.de unter dem Link "Einlagensicherung") können Anleger die Sicherungsgrenze von Banken über ein Mail-Formular abfragen.

Bei Depots keine Sicherung erforderlich

Dort findet sich auch eine Liste der Banken, die dem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Geschützt sind laut dem Bankenverband alle Guthaben von Privatpersonen, Unternehmen und öffentlichen Stellen, und zwar Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie auf Namen lautende Sparbriefe. Depots dagegen würden nur von den Banken verwaltet - im Insolvenzfall können Kunden die Herausgabe verlangen, eine weitergehende Sicherung sei daher nicht nötig.

Nicht zyklisch handeln

Wer Aktien oder Fonds hält, sollte jetzt nichts überstürzen. Ein Notverkauf sei keine gute Idee, sagt Professor Rüdiger von Nitzsch vom Forschungsinstitut für Asset Management an der Rheinisch- Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen: "Anleger sollten in solchen Krisensituationen am besten nichts tun." Denn "zyklisches Handeln" - also der Verkauf in Abwärtsphasen oder der Zukauf bei einem Aufwärtstrend - koste den Privatanleger meistens nur Geld: "Als Privatanleger läuft man meistens dem Trend hinterher."

Anlagen möglichst breit streuen

Um das eigene Risiko auch für Krisenphasen zu verringern, empfiehlt der Wirtschaftsprofessor eine möglichst breite Streuung des eigenen Portfolios. "Am besten ist das Portfolio über alle Branchen, viele Länder und Anlageklassen gestreut", sagt von Nitzsch. "Je stärker die Diversifizierung, desto geringer mein Risiko." Umfang und Breite von Anlagen am Kapitalmarkt hängen aber immer auch von den eigenen finanziellen Möglichkeiten ab.

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