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Banken und Sparkassen: Geldabheben an fremden Geldautomaten immer teurer

Banken zocken Kunden an fremden Geldautomaten ab

13.03.2010, 12:06 Uhr | dpa-tmn, mmr, dpa-tmn, AFP, t-online.de

Geldabheben an fremden Automaten immer teurer (Foto: imago)Geldabheben an fremden Automaten immer teurer (Foto: imago) Viele Banken verlangen von ihren Kunden immer höhere Gebühren für das Abheben an instituts- oder verbundfremden Automaten. Das hat eine Auswertung der entsprechenden Gebühren durch die unabhängige Finanzberatung FMH in Frankfurt ergeben. Eine Anfrage bei knapp 200 Banken ergab, dass der durchschnittliche Preis für das Abheben am "Fremdautomaten" nun 5,64 Euro beträgt - eine Steigerung um 13 Prozent in nur sechs Monaten. Zehn Banken verlangen sogar pauschal zehn Euro, unabhängig von der abgehobenen Summe. Jede fünfte der von Herbst befragten Banken habe das Entgelt für Barabhebungen an fremden Automaten erhöht.

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10 Euro Gebühr für 50 Euro Abheben

Laut FMH kostet das Geldabheben bei folgenden zehn Banken jeweils 10 Euro - wenn man nicht Kunde der Bank ist: DKB, Raiffeisenbank Donauwörth, Sparda-Banken Südwest und West, Sparkassen Fürstenfeldbruck und Landshut, Stadtsparkasse Fürth, Volksbank Kaiserslautern, Volks- und Raiffeisenbank Coburg und PSD-Bank Hessen-Thüringen. Wenn ein Kunde dort beispielsweise 50 Euro abhebt, werden also 20 Prozent Gebühren zusätzlich abgezogen.

Verbraucherschützer kündigen Konsequenzen an

"Dieser dramatische Anstieg ist für Bankkunden nicht länger hinnehmbar", sagte Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband der "Süddeutschen Zeitung". Er kündigte Konsequenzen bis hin zu Abmahnungen und Klagen an, sollten die Banken ihr Gebaren nicht ändern.



Geldautomaten-Streit zwischen den Banken

"Der Hintergrund ist, dass die Banken untereinander immer höhere Gebühren für solche Abhebungen verlangen - und das geben sie an den Kunden weiter", sagte FMH-Chef Max Herbst. Eine weitere Tendenz, die die Anfrage gezeigt habe: "Häufig verlangen die Banken keine Pauschalgebühr mehr. Je nach der Bank, an deren Automat der Kunde sein Geld gezogen hat, werden unterschiedlich hohe Gebühren fällig." Diese werden dann auf den Cent genau vom Kunden verlangt.

"Fremdgehen" wird bestraft

Dem Bericht zufolge liegen die Kosten einer Fremdabhebung für eine Bank bei rund 60 Cent. "Fremdgeher" werden hingegen mit der zehnfachen Gebühr bestraft. Die Hausbank nimmt oft noch zusätzliche Gebühren. Sie tut dies ganz unterschiedlich, je nachdem welches Logo der Automat trägt, an dem man sich seine Liquiditätsspritze besorgt, heißt es bei der FMH-Finanzberatung.



Bank muss bis zu 20 Euro blechen

Die teuersten Banken sind der FMH-Untersuchung zufolge die Sparkasse Laubach Hungen, die Raiffeisenbank Biberach und die Volksbank Kinzigtal und Enzkreis. Bei ihnen zahlt die ING-DiBa für Kunden, die mit ihrer EC-Karte Geld abheben satte 20 Euro. Das ist eine Strafgebühr dafür, dass unsere Kunden fremde Geldautomaten nutzen, sagt Thomas Bieler von der Frankfurter Direktbank. Der Kunde zahlt von dieser Gebühr, laut DiBa, fünf Euro. Nutzt derselbe Kunde seine Visa-Card kostet ihn das Bargeld nichts.

Gebühren nicht transparent

Da die Gebühren dem Geldabheber meist nicht ersichtlich sind, rät Herbst Bankkunden, im Preisaushang der eigenen Bank genau nachzusehen, bei welcher anderen Bank welche Gebühr fällig wird. Doch nach den Recherchen der FMH-Finanzberatung wissen die Bankmitarbeiter oft selbst nicht, wie hoch diese ausfallen. Manchen Beschäftigten war sogar nicht klar, dass sich die entsprechenden Gebühren im Preisaushang finden. Eine Möglichkeit für mehr Transparenz wäre es, den Preisaushang im Internet zu publizieren - doch das scheuen etliche Banken offenbar. „Diese Zurückhaltung könnte damit zu tun haben, dass Banken dann nur schlecht die Preise erhöhen könnten, ohne dass es auffällt“, mutmaßt Herbst.

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