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Privatanleger bekommen immer weniger Zinsen

Privatanleger bekommen immer weniger Zinsen

05.08.2010, 20:12 Uhr | AFP, AFP, t-online.de

Privatanleger bekommen immer weniger Zinsen. Magere Spar-, aber hohe Dispozinsen - das ist die aktuelle Situation für Verbraucher (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Viel zu hohe Dispozinsen - das ist die aktuelle Situation für Verbraucher (Quelle: imago images)

Für ihr Geld bekommen Sparer und Anleger bei Banken zurzeit immer weniger Zinsen. Nachdem die Zinsen für Tagesgeld im Juli 2009 im Schnitt noch bei 1,4 Prozent gelegen hätten, betrage der Durchschnittszins derzeit nur noch 1,08 Prozent, teilte die Finanzberatung FMH in Frankfurt am Main mit. Damit macht sich die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank weiterhin bemerkbar.

Beim Tages- und Festgeld hätten im Juni "etliche Institute" die Zinsen sogar noch weiter gesenkt, erklärte FMH-Chef Max Herbst. Und auch in der nächsten Zukunft müssten Sparer und Geldanleger "weiter kleine Brötchen backen".

Dabei hätten sich die Rahmenbedingungen in der Finanzbranche aus Sicht der Verbraucher zuletzt eigentlich verbessert, erklärte Herbst. Für Banken sei es in den vergangenen Monaten teurer geworden, sich mit Krediten von anderen Instituten zu versorgen, weswegen zumindest bei einigen Banken die Zinsen für Privatanleger hätten steigen müssen. Auch böten einige Institute derzeit vergleichsweise attraktive Zinsen, was den Wettbewerb befeuere.

Wenige gute Anbieter heben den Schnitt

Tatsächlich sorgten aber nur noch die wenigen Anbieter mit hohen Zinsen dafür, dass beim Durchschnitt der Zinsen noch keine Null vor dem Komma stehe, erklärte Herbst. Spitzenreiter ist aktuell GE Capital Direkt mit 2,25 Prozent Zinsen. Bei seinen Analysen zum Tagesgeld bezog sich FMH auf einen Anlagebetrag von 5000 Euro.

Überziehungszinsen für Bankkonten seien dagegen mit derzeit durchschnittlich 11,2 Prozent noch immer "auf hohem Niveau", erklärte Finanzberater Herbst. Die Banken gäben ihren "verbilligten Geldeinkauf wie gewohnt kaum weiter". Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) können sich die Kreditinstitute seit Frühjahr vergangenen Jahres zum historisch niedrigen Zinssatz von 1,0 Prozent mit Geld versorgen. Der Zinssatz für Darlehen der Banken untereinander liegt ebenfalls knapp an dieser Schwelle, stieg laut FMH in den vergangenen Monaten aber um 0,2 Prozentpunkte. Auch bei Verbraucherkrediten für Anschaffungen wie etwa Autos gebe es keinerlei Änderungen, erklärte Finanzexperte Herbst.

Gute Zeiten für Bauherren und Immobilienkäufer

Günstig sei die Lage dagegen für Bauherren, da die Zinsen für Baugeld weniger an den EZB-Leitzins und jene Raten gekoppelt seien, die Banken untereinander zahlten, sondern an die Entwicklung bei Bundesanleihen und Pfandbriefen. Im vergangenen Jahr seien die Zinsen für Baugeld von 4,1 Prozent auf 3,54 Prozent gesunken. Auch zuletzt habe es nur einen kaum spürbaren Anstieg um 0,03 Prozentpunkte gegeben, erklärte Herbst.

EZB hält Geld billig

Die Europäische Zentralbank beließ derweil den Leitzins für die Euro-Zone auf dem historischen Tief von 1,0 Prozent. Der Großteil der Finanzexperten rechnet damit, dass die Währungshüter den Leitzins frühestens im kommenden Jahr wieder anheben. Mit den niedrigen Zinsen will die EZB die Erholung der Wirtschaft unterstützen.

EZB-Chef Jean-Claude Trichet sagte nach der Sitzung des Zentralbankrates in Frankfurt am Main, er sehe ermutigende Zeichen für die Entwicklung der Wirtschaft in der Euro-Zone. Die verfügbaren Wachstumsdaten für die 16 Mitgliedsstaaten für das dritte Quartal von Juli bis September seien bislang "besser als erwartet". Die Wirtschaftsdaten für das zweite Jahresviertel von April bis Juni deuteten auf ein weiteres Erstarken der Wirtschaft im dritten Quartal, sagte Trichet.

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