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Ratgeber für Berufsanfänger: Mit wenig Geld ein Polster aufbauen

Mit wenig Geld ein Polster aufbauen

18.10.2010, 13:13 Uhr | dapd, dapd, t-online.de

Ratgeber für Berufsanfänger: Mit wenig Geld ein Polster aufbauen. Eichhörnchen: Wer lange genug spart, hat am Ende ein ordentliches Polster (Foto: imago)

Eichhörnchen: Wer lange genug spart, hat am Ende ein ordentliches Polster (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Wer jung ist, vielleicht gerade die Ausbildung begonnen oder den ersten Job ergattert hat, der denkt meistens nicht ans Sparen. Und schon gar nicht ans Alter. Allerdings lohnt es sich doch, ein paar Entscheidungen hinsichtlich der Altersvorsorge zu treffen, auch wenn viele andere kostspielige Anschaffungen zunächst Priorität zu haben scheinen. Denn auch mit wenig Geld kann am im Lauf des Lebens ein hübsches Sümmchen zusammensparen, zumal es auch noch Förderungen und Zulagen gibt.

Die private Altersvorsorge wird gemeinhin unterschätzt: 80 Prozent des letzten Nettogehalts werden in etwa gebraucht, um auch im Ruhestand das gewohnte Auskommen zu haben. Das ist mit der gesetzlichen Rente aber nicht zu schaffen. Ein extra Polster aufbauen ist wichtig. Je früher damit angefangen wird, desto besser. Aber wie?

Nein zu Renten- und Lebensversicherungen

Auf keinen Fall sollten sich Berufsstarter mit kleinem Gehalt teure Renten- und Rürup-Verträge oder unrentable Lebensversicherungen aufschwatzen lassen, mahnt Merten Larisch, Altersvorsorgeexperte der Verbraucherzentrale Bayern, zur Vorsicht. Viel schlauer sei es für Geringverdiener, staatliche Zuschüsse und vermögenswirksame Leistungen vom Chef abzuholen. Auch mit wenig Geld lasse sich schon Vernünftiges auf die Beine stellen. Das funktioniert nach Ansicht von Verbraucherschützern so:

Lebensrisiken absichern

Vom schmalen Einkommen zuerst einmal die Existenz absichern - also die wichtige private Haftpflicht- und dann eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließen. Letztere für den Fall, dass man seinen Beruf durch Krankheit oder Unfall nicht mehr ausüben kann.

Geldreserven anlegen

Wer monatlich etwas Geld abzwacken kann, sollte es flexibel auf ein Tagesgeldkonto legen oder einen Banksparplan mit fester Bindung anfangen. Der ist schon ab 25 Euro im Monat zu haben. Wer mit 20 anfängt und bis zum 60. Lebensjahr monatlich 100 Euro auf die hohe Kante legt, kann bei durchgehend 3,25 Prozent Verzinsung über 97.000 Euro anhäufen, so eine Modell-Rechnung des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv).

Riestern

Ein vom Staat geförderter Riester-Sparvertrag sei ein "Bombengeschäft" für junge Leute, betont Larisch. Beispiel: Fängt ein Azubi noch vor seinem 25. Geburtstag damit an, bekommt er einen Startbonus von 200 Euro geschenkt plus 154 Euro im ersten Lehrjahr - bei gerade mal 5 Euro Beitrag im Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr muss er (bei monatlich 700 Euro Lehrlingsgehalt brutto) gut 15 Euro im Monat aus der eigenen Tasche zahlen, um die volle staatliche Grundzulage von 154 Euro zu kassieren - das klappt immer bei Einzahlung von 4 Prozent des Vorjahreseinkommens. Mit dem Gehalt steigen also die eigenen Aufwendungen respektive die spätere Rente. Am sichersten sei die Rendite aus kostengünstigen Banksparplänen, empfiehlt Larisch.

Vermögenswirksame Leistungen (VL)

Auch das Extra-Geld vom Chef sollten sich Berufsanfänger nicht durch die Lappen gehen lassen. Anspruch darauf haben Auszubildende, Arbeitnehmer, Beamte, Soldaten. Wie viel Geld drin ist, steht meist im Tarifvertrag. Im öffentlichen Dienst sind das bundesweit 6,65 Euro im Monat, andere Arbeitgeber zahlen bis zu 40 Euro und mehr. Der Zuschuss fließt direkt in spezielle VL-Sparverträge: Etwa in einen Banksparplan, Bausparvertrag, in die betriebliche Altersvorsorge oder einen Aktienfondssparplan - und zwar sechs Jahre lang. Dann folgt noch ein Jahr Sperrfrist, bis der Sparer frei über das Geld verfügen kann.

Wer nichts vom Chef kriegt, kann trotzdem VL-sparen. Das Gehalt wird dann entsprechend um den Betrag gekürzt. Wichtig: VL-Sparer mit kleinem Verdienst können noch zusätzlich Geld vom Staat kassieren: über die Arbeitnehmersparzulage und die Wohnungsbauprämie.

Arbeitnehmersparzulage

Wer sich für einen Bausparvertrag, Aktienfonds oder die Tilgung eines Bausparkredits entscheidet, kriegt noch einmal Geld vom Staat dazu. Bedingung bei Aktienfonds: Das Einkommen darf während der siebenjährigen Sparphase nicht größer als 20.000 Euro sein. Dann gibt es 20 Prozent auf jährliche Einzahlungen bis 400 Euro, also maximal 80 Euro im Jahr. Bei Bausparverträgen liegt die Förderung bei 9 Prozent für bis zu 470 Euro - macht maximal 43 Euro jährlich. Verdienstgrenze hierfür: maximal 17.900 Euro im Jahr. Die Zulage muss über die Steuererklärung beantragt werden.

Wohnungsbauprämie

Dieser Zuschuss lässt sich mit VL-Bausparvertrag in der Tasche noch extra abholen. Die Höhe der Prämie liegt bei 8,8 Prozent auf Beiträge bis 512 Euro im Jahr, also maximal 45 Euro. Verdienstgrenze dafür: maximal 25.600 Euro im Jahr. Neu-Bausparer bekommen das Geld aber nur, wenn sie ihren Vertrag tatsächlich zum Bau oder Kauf einer Immobilie verwenden.

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