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Geldanlage: Bundesbürger sparten 2009 weniger Geld

Geldanlage  

Bundesbürger sparten 2009 weniger Geld

28.10.2010, 11:25 Uhr | dpa, dpa

Geldanlage: Bundesbürger sparten 2009 weniger Geld . 2009 steckten die Deutschen weniger Geld in die Sparstrümpfe (Foto: dpa)

2009 steckten die Deutschen weniger Geld in die Sparstrümpfe (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Die Bundesbürger haben im Krisenjahr 2009 weniger Geld zurückgelegt als noch im Jahr zuvor. Nach einer Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) sparten die Deutschen letztes Jahr knapp 177 Milliarden Euro. 2008 landeten allerdings noch elf Milliarden mehr auf den Sparkonten, wie der Verband anlässlich des Weltspartages mitteilte. Trotz hoher wirtschaftlicher Unsicherheit hätten sich die Bürger beim privaten Konsum kaum zurückgehalten.

Abwrackprämie sorgte für privaten Konsum

Die privaten Ausgaben seien mit minus 0,2 Prozent deutlich weniger zurückgegangen als die verfügbaren Einkommen, die um ein Prozent schrumpften. Ausschlaggebend dafür seien durch die Abwrackprämie geförderte Autokäufe gewesen. Das Netto-Geldvermögen der Deutschen stieg innerhalb von zehn Jahren auf knapp 3140 Milliarden Euro (1999: knapp 1977 Euro).

Haushalte verfügten über 186 Milliarden Euro

Den Haushalten standen 2009 laut Verband insgesamt rund 186 Milliarden Euro einschließlich Vermögensübertragungen wie Spar- und Eigenheimzulagen sowie Investitionszuschüsse zur Vermögensbildung zur Verfügung, gut 4 Milliarden Euro mehr als 2008. Dennoch ging die Sparquote von 11,7 auf 11,1 Prozent zurück. Wirtschaftsforschungsinstitute gingen von einer ähnlichen Sparquote für 2010 aus, hieß es.

Bei Geldanlagen habe für die Sparer erneut Sicherheit im Vordergrund gestanden, so der Verband. Anlagen in Finanzprodukten stiegen um 21 Milliarden Euro auf 147 Milliarden Euro. Damit hätten die Brutto-Geldanlagen den höchsten Stand in diesem Jahrzehnt erreicht. Erstmals seit 2006 haben die Bundesbürger nach der Umfrage auch wieder ihre Wertpapieranlagen aufgestockt. Knapp 26 Milliarden Euro flossen in diese Anlage, nachdem es in den Vorjahren eine Flucht aus diesen Papieren gegeben habe.

Viele Sparer setzen auf Lebensversicherungen

Nach der Erhebung haben 61 Prozent der Deutschen ihr Spargeld in eine Lebensversicherung gesteckt, ebenso viele in eine Rentenversicherung. Befragt wurden 2000 Menschen im Alter ab 14 Jahren.

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