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Die richtige Geldanlage für den Nachwuchs

Die richtige Geldanlage für den Nachwuchs

07.07.2011, 15:46 Uhr | cs mit dpa-tmn, dpa-tmn, t-online.de

Die richtige Geldanlage für den Nachwuchs. Wer mit der Geldanlage früh anfängt, freut sich später über die Segnungen des Zinseszinses (Foto: imago)

Wer mit der Geldanlage früh anfängt, freut sich später über die Segnungen des Zinseszinses (Foto: imago)

Deutschland ist ein Land der Sparer. Traditionell liegt die Sparquote hierzulande bei weit über zehn Prozent. Doch die Deutschen verschenken all zu oft wertvolle Zinsen, weil sie auf zu teure oder renditeschwache Produkte setzen. Das rückt die Wahl der richtigen Geldanlage in den Blickpunkt. Vor allem, wer für den eigenen Nachwuchs rechtzeitig vorsorgen möchte, kann sich mit den richtigen Investments ein kleine Zusatzrendite sichern. Und dank des Zinseszinses summiert sich dieses Plus nach einigen Jahrzehnten auf ein hübsches Sümmchen. Die Wirtschaftsredaktion von t-online.de präsentiert die besten Anlage-Ideen für den Nachwuchs.

Banksparplan ein guter Anfang

Wer heute nach einer guten Geldanlage fürs Baby sucht, der findet bei Tagesgeldkonten oder Geldmarktfonds eine höhere Verzinsung und mehr Flexibilität als etwa beim klassischen Sparbuch. "Statt eines Sparbuchs mit Mini-Zinsen empfiehlt es sich, auf einen Banksparplan einzuzahlen, der eine steigende Verzinsung oder am Ende der Laufzeit zur Sparsumme und den Zinsen einen Bonus anbietet", empfiehlt Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken.

Als Einmalanlage bieten sich Bundeswertpapiere, Sparbriefe, Bankschuldverschreibungen, Unternehmensanleihen oder Pfandbriefe an. Beller erläutert: "Hier muss man konkret die aktuellen Konditionen (Rating/Bonität, Verzinsung, Laufzeiten, Kurse) vergleichen." Generell seien bei der Geldanlage für Kinder eher konservative Wertpapiere, also Anleihen oder Schuldverschreibungen mit hoher Bonität empfehlenswert.

Wer Chancen auf höhere Renditen haben wolle, müsse dagegen auch ein höheres Risiko eingehen. Dann käme etwa ein Fondssparplan in Frage: "Empfehlenswert sind breit streuende Aktienfonds oder auch Exchange Traded Funds (ETF's)." ETFs bilden in der Regel passiv einen Index wie den DAX ab und sind meist deutlich günstiger als herkömmliche Fonds. Sparer schmälern ihre Rendite also nicht durch überteuerte Provisionen oder andere versteckte Kosten.

Ausbildungsversicherungen nicht sinnvoll

Dagegen raten Verbraucherschützer von speziellen Ausbildungsversicherungen ab. Hierbei handelt es sich um eine Form der kapitalbildenden Lebensversicherung, "Hierbei handelt es sich um zwei Leistungen: um einen Schutz gegen die finanziellen Folgen aus dem Tod der Eltern oder Großeltern und um eine Geldanlage für das Kind", erklärt Andreas Behn, Referent Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Thüringen in Erfurt. Manchmal werde zudem ein Unfall- oder Invaliditätsrisiko des Kindes in einer bestimmten Höhe abgesichert.

"Derartige Kombinationen sind schwierig und nicht ratsam, weil sie eventuelle Risiken oft nicht bedarfsgerecht absichern. Zudem ist ein Preis-Leistungsvergleich für die einzelnen Bestandteile nicht möglich." Auch sind nach Ansicht der Stiftung Warentest spezielle Kinderpolicen nicht unbedingt empfehlenswert. Bei diesen Versicherungen bleibe die Rendite aufgrund hoher Provisionen und Verwaltungskosten eher klein.

Risikolebensversicherung solo abschließen

Stattdessen raten Stiftung Warentest und Verbraucherzentralen, mit einem Teil des anzulegenden Geldes eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Zum Sparen für die Ausbildung kämen dann verschiedene Produkte in Frage - je nach Anlagedauer, gewünschter Flexibilität und Risikobereitschaft, erläutert Finanzexperte Behn.

Sparpläne mit Laufzeiten zwischen 4 und 18 Jahren etwa seien hier geeignet. Darüberhinaus können Eltern die zusätzlich verfügbaren Sparerpauschbeträge ihrer Kinder clever nutzen und so ihre Steuerlast bei der Geldanlage drücken. Die Anlagen müssen allerdings glaubhaft und unumkehrbar auf den Namen des Kindes ausgestellt sein.

Zentrale Frage: Wofür wird gespart?

Bruno Steiner, Finanzberater und Mitglied im Verband der unabhängigen Finanz-Experten (BFP) erläutert hierzu: "Je nach Sparermentalität sollten sich Eltern, Großeltern oder Paten fragen: Für welchen Zweck wird gespart? Wie lange? Geht es um einen Einmalbetrag oder eine monatliche Summe? Wie hoch soll das Risiko sein?"

Sinnvoll sei oft Investmentsparen. Allerdings können die Kurse hier schwanken. "Investmentkonten sind beratungsintensiver und gewöhnungsbedürftiger. Sie bringen aber auch höhere Renditen", sagt Steiner. Festgeld, Sparbuch oder Tagesgeldkonten schonten hingegen die Nerven: Bei ihnen wird auf dem Papier nie weniger Geld ausgewiesen als eingezahlt wurde. Finanzberater Steiner appelliert an alle Sparer: "Fachlich fundierte und neutrale Beratung ist das A und O. Wer Geld anlegen möchte, muss sich die Vertragsbedingungen genau durchlesen."

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