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Bundesschatzbriefe wegen niedriger Zinsen nicht mehr gefragt

Zinsen  

Bundesschatzbriefe wegen niedriger Zinsen nicht mehr gefragt

19.01.2012, 15:58 Uhr | AFP, t-online.de - mmr, AFP, t-online.de

Bundesschatzbriefe wegen niedriger Zinsen nicht mehr gefragt. Gefährlicher Trend: Festgeld lockt mit hohen Zinsen  (Quelle: imago images)

Festgeld lockt mit hohen Zinsen (Quelle: imago images)

Deutschlands Privatanleger leihen dem Staat kaum noch Geld. Die einst so beliebten Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze und Bundesobligationen sind bei Privatanlegern kaum noch gefragt. Statt dessen fließt offenbar viel Geld in Tages- und Termingeld bei privaten Banken - vor dem Hintergrund der aktuellen Banken-Krise ein recht riskantes Manöver.

Im vergangenen Jahr steuerten Kleinsparer lediglich 0,7 Prozent zur Schulden-Finanzierung des Bundes bei, wie "Die Welt" unter Hinweis auf aktuelle Zahlen der Finanzagentur des Bundes berichtete. Grund sind die niedrigen Zinsen, die der Bund aktuell für seine als absolut sicher geltenden Papiere zahlt.

Nur Tagesanleihen werden noch nachgefragt

Von dem Ziel, den Privatkundenanteil bis 2013 auf drei bis fünf Prozent zu erhöhen, ist das Bundesfinanzministerium weit entfernt. Von den 1,82 Milliarden Euro, die Privatanleger im Vorjahr zur Bruttokreditaufnahme des Bundes in Höhe von 284,1 Milliarden Euro beisteuerten, hätten sich gegenüber 2010 nur die Einzahlungen in die Tagesanleihe erhöht, schreibt die "Welt". In die übrigen täglich bei der Finanzagentur verfügbaren Produkte sei dagegen noch einmal weniger Geld geflossen als ein Jahr zuvor.

Bundesschatzbriefe bringen nur noch ein Prozent pro Jahr

Als Grund für die geringe Nachfrage verweist die Finanzagentur, der Schuldenverwalter des Staates, auf das allgemeine Marktumfeld. "Es gab schon immer einen Zusammenhang zwischen aktuellem Zinsniveau und Absatz von Privatanleger-Produkten", sagte Finanzagentur-Chef Carl Heinz Daube der "Welt". Momentan werfen die sechs und sieben Jahre laufenden Bundesschatzbriefe pro Jahr nur noch ein Prozent Rendite ab, zweijährige Finanzierungsschätze sogar nur 0,1 Prozent. In der Hochzinsphase der 1990er Jahre sollen unter den Gläubigern des Bundes zeitweise mehr als 30 Prozent Privatanleger gewesen sein.

Festgeld und Tagesgeld mit deutlich höheren Zinsen

Da bringen viele Bürger ihr Geld doch lieber zu einer privaten Bank oder einer Sparkasse. Dort bekommen sie für Tagesgeld für 10.000 Euro bis zu 2,85 Prozent und für Termingeld (zwölf Monate) sogar bis zu 3,5 Prozent. Wer sein Geld gar für drei Jahre festlegt, bekommt noch höhere Zinsen. Die IKB zahlt für 36 Monate 4,0 Prozent Zinsen pro Jahr. Das ist viel in diesen Zeiten, in denen der Leitzins der Europäischen Zentralbank bei einem Prozent liegt. Von der Zeitschrift "Finanztest" erhielt die IKB deshalb in der Januar-Ausgabe das Prädikat "Testsieger".

Festgeld kann gefährlich sein

Doch gerade das Festlegen des Geldes für mehrere Monate kann angesichts der dramatischen Lage in der Finanzbranche gefährlich sein. Kollabiert tatsächlich eine Großbank - wie aktuell vielfach befürchtet wird, kommen die Sparer auch bei anderen Geldinstituten nicht schnell an ihr festgelegtes Geld. Wenn die Bank pleite geht, ist das Geld jedoch dennoch praktisch sicher. Bei Anbietern, die dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken angehören, sind angesparte Gelder geschützt. Die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland und der EU versichert Einlagen bis 100.000 Euro pro Anleger.

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