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Zwangsvollstreckung: Was ist das eigentlich?

Zwangsvollstreckung: Was ist das eigentlich?

04.05.2012, 15:35 Uhr | po (CF)

Als Zwangsvollstreckung bezeichnet man ein Verfahren, bei dem ein Gläubiger seine Ansprüche mit staatlicher Unterstützung gegen einen Schuldner durchsetzt. Doch was gehört alles zum Ablauf des Verfahrens, und welche Rechte haben Gläubiger und Schuldner?

Zwangsvollstreckung: Mit staatlicher Hilfe

Das Gesetz sieht vor, dass ein Gläubiger im Anschluss des Mahnverfahrens ein Gerichtsurteil zur Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner erwirkt. Dabei steht das Ziel der Pfändung im Vordergrund, um die offenen Forderungen des Gläubigers zu decken. Das Verfahren zur Zwangsvollstreckung verläuft in unterschiedlichen Phasen. Zunächst muss der Gläubiger seine Ansprüche offiziell geltend machen und vor Gericht ein vollstreckbares Urteil erwirken. Die Zwangsvollstreckung kann nun auf der Grundlage des Vollstreckungsbescheids umgesetzt werden. Gibt es allerdings beim Schuldner nichts zu holen, bleibt der Gläubiger auf seinen offenen Forderungen sitzen. Hier wird in der Regel ein Gerichtsvollzieher aktiv, der versucht, vor Ort zu pfänden. Hat der Schuldner nichts Pfändbares, muss dieser eine eidesstattliche Versicherung unterschreiben, in der er bestätigt, dass kein Einkommen und Vermögen vorhanden sind. Das hat für den Schuldner durchaus schwere Folgen, denn er erhält einen Eintrag ins Schuldnerverzeichnis, das ihm zukünftig gewisse Dinge, wie zum Beispiel eine Kontoeröffnung oder die Beantragung eines Kredits, erschweren wird. Dieser Eintrag verjährt erst nach langer Zeit. (Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Schulden)

Zwangsvollstreckung nur nach richterlichem Beschluss

Alles, was beim Schuldner gepfändet werden kann, geht an den Gläubiger. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der Gläubiger die Kosten der Zwangsvollstreckung tragen muss, sollte der Schuldner die Kosten nicht bezahlen können. Wichtig ist auch, dass man nicht einfach zum Schuldner geht und versucht, dort Dinge in Eigenregie zu entwenden. Zur Umsetzung der Ansprüche muss immer ein richterlicher Beschluss zur Zwangsvollstreckung vorliegen, sonst machen Sie sich strafbar! Wenn Sie die Kosten für das Verfahren nicht selbst aufbringen können, ist auch die Beantragung von Prozesskostenhilfe eine Möglichkeit, um die offenen Forderungen beim Schuldner einzutreiben. (Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid: Das ist wichtig)

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