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EU will Geldanlage sicherer machen

EU will Geldanlage sicherer machen

04.07.2012, 12:40 Uhr | dpa

EU will Geldanlage sicherer machen. Versicherungsverkäufer sollen künftig ihre Provisionen offenlegen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Versicherungsverkäufer sollen künftig ihre Provisionen offenlegen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Anleger haben in der Finanzkrise erhebliche Verluste erlitten - unter anderem auch, weil sie die Risiken nicht kannten. Die EU-Kommission will nun das Geldanlegen sicherer machen und den Verbrauchern mehr Rechte geben. Entsprechende Vorschläge hat jetzt Binnenmarktkommissar Michel Barnier präsentiert.

Wenn ein Kunde eine Versicherung abschließen will, müssen künftig die Provision des Verkäufers offengelegt werden, damit die finanziellen Interessen des Vermittlers erkennbar sind. Außerdem sollen die Kunden bei komplizierten Finanzprodukten ausführliche Informationsbroschüren erhalten. Auch für Fonds fordert die EU strengere Regeln: Vertraut ein Anleger sein Geld etwa einem Investmentfonds an, so sollte sicher sein, dass verlorene Anlagen ersetzt werden.

Schutz der privaten Anleger

Die EU zieht damit die Konsequenzen aus der Finanzkrise und aus Skandalen wie um den US-amerikanischen Milliardenbetrüger Bernard Madoff. "Viele Kleinsparer waren unverständlichen Sparprodukten ausgesetzt, die teilweise nichts taugten", kritisierte Kommissar Barnier. "Am Schluss war das Sparergeld verschwunden." Man müsse das Vertrauen der Sparer in die Finanzbranche wiederherstellen.

Den Vorschlägen müssen EU-Parlament und Ministerrat noch zustimmen. In Kraft treten könnten die Entwürfe laut EU-Kommission daher erst 2014 oder 2015.

Transparenz bei Provisionen

Mit dem Offenlegen von Provisionen will Barnier mögliche Interessenkonflikte des Verkäufers aufdecken. So sei klar, ob der Vermittler ein Honorar direkt vom Kunden erhält oder ob er eine Provision kassiert, die im zum Beispiel im Versicherungsbeitrag enthalten ist. Dies gelte für Verträge, die ein Kunde direkt beim Unternehmen abschließe sowie für solche, die er bei einem Vermittler unterzeichne. Die Regeln sollen zunächst nur für Lebensversicherungen gelten, nach fünf Jahren auch für andere Policen.

Für die mehr als 250.000 deutschen Versicherungsvermittler käme dies einer Revolution gleich. Bisher mussten sie nur auf Nachfrage ihre Provision aufdecken. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) lehnt diese Pflicht ab. Die Bundesregierung steht dem Vorhaben jedoch positiv gegenüber: Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) setzt sich für mehr Transparenz bei Provisionen und Kosten ein.

Strengere Regeln für Fonds

Als Lehre aus zahlreichen Betrugsskandalen will Brüssel außerdem die Regeln für Investmentfonds verschärfen. So sollen als Treuhänder nur noch Kreditinstitute und Investitionsgesellschaften, die sich der Aufsicht unterstellen und ausreichend Kapital haben, agieren dürfen. Verlorene Anlagen sollen so rasch wie möglich mit Anlagen von gleichem Wert ersetzt werden. Die Manager dürften durch ihre Gehaltsstrukturen nicht zu übergroßen Risiken verleitet werden. Klagen gegen betrügerische Verluste werden erleichtert.

Die EU-Kommission will zudem die Merkblätter für komplizierte Finanzprodukte für Kleinanleger in der ganzen EU verbindlich vorschreiben. Solche Blätter sollen kurz und verständlich über Kosten, Ertrag und Risiko des Produkts aufklären. "Wer etwas kaufen will, muss das Produkt und das Risiko auch verstehen", sagte Barnier.

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