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Pfändungsschutzkonto: Was dürfen Banken fordern?

Pfändungsschutzkonto: Was dürfen Banken fordern?

28.11.2012, 15:56 Uhr | fs (CF)

Ein Pfändungsschutzkonto ist für manche Kontoinhaber oft die einzige Möglichkeit einen geringen Teil ihrer Einnahmen weiterhin selbst zu verwalten. Manche Dinge sollten Sie jedoch beachten, denn das sogenannte "P-Konto" ist nicht ganz ohne Tücken.

Vor- und Nachteile des Pfändungsschutzkontos

Verschuldete Bankkunden haben seit dem 1. Juli 2010 die Möglichkeit, ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umfunktionieren zu lassen. Dadurch können Schuldner auch im Falle einer Pfändung über einen monatlichen pfändungsfreien Betrag verfügen. Dieser liegt momentan bei 1028,89 Euro im Monat. Für viele ist dies die einzige Möglichkeit, trotz hoher Schuldenlast weiterhin bis zu einem gewissen Grade selbstbestimmt zu leben. Allerdings sind beim Pfändungsschutzkonto auch einige Einschränkungen zu beachten. (Wer hat Anspruch auf Restschuldbefreiung?)

So fallen für ein P-Konto oftmals hohe Kontoführungsgebühren an. Manche Banken verlangen über 10 Euro im Monat, während für ein normales Giro-Konto häufig gar keine Gebühren fällig werden. Einige Banken begründen diesen Unterschied mit dem Mehraufwand, den die P-Konten verursachen. Zu Unrecht, wie bereits einige Gerichte geurteilt haben, sie halten die Gebühr für zu hoch. Laut einer Mitteilung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) lohnt es sich in jedem Fall, die Bank bei zu hohen Gebühren schriftlich dazu aufzufordern, die zu viel gezahlten Gebühren zurückzuerstatten. Berufen Sie sich dabei auf bereits gefällte Urteile wie beispielsweise das des Oberlandesgerichts Bremen (Aktenzeichen: 2 U 130/11).

Häufig lohnt sich auch ein Vergleich von verschiedenen Banken. Die Auswahl an Instituten, die ein Pfändungsschutzkonto anbieten, ist zwar überschaubar, aber manchmal können Sie ein besseres Angebot wahrnehmen.

Wenn Banken die Girokarten einziehen

Zusätzlich zu den hohen Kontoführungsgebühren schränken manche Banken zusätzlich Ihre Leistungen bei Pfändungsschutzkonten ein. Sie behalten beispielsweise Kreditkarten oder sogar die Giro-Card ein. Wie Rechtsanwalt Kai Henning gegenüber der dpa berichtet, ist dies ein fragwürdiger Vorgang. Schließlich sei der Girovertrag durch die Umwandlung in ein P-Konto nicht verändert. In diesem Fall sollte ein Gespräch mit der Bank Ihre erste Reaktion sein, um so vielleicht eine Einigung zu erzielen. Als nächster Schritt empfiehlt sich die Beratung bei einer Verbraucherzentrale. (Dispo-Kredit: Die schleichende Schulden-Falle)

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