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Eurorettung bedroht auch die Rente

Eurorettung bedroht auch die Rente

03.05.2013, 11:06 Uhr | AFP, t-online.de

Eurorettung bedroht auch die Rente. Die Niedrigzinspolitik der EZB rüttelt auch an der Altersversorgung der Deutschen (Quelle: dpa)

Die Niedrigzinspolitik der EZB rüttelt auch an der Altersversorgung der Deutschen (Quelle: dpa)

Mit Mini-Leitzinsen von 0,5 Prozent will die Europäische Zentralbank (EZB) die Eurozone stabilisieren. Doch was den angeschlagenen Staaten und Geschäftsbanken im Euro-Raum hilft, dürfte Sparer und Bürger, die fürs Alter vorsorgen, kaum freuen. Experten warnen vor den negativen Folgen der Niedrigzinspolitik auf Spargelder, private Rentenversicherungen und selbst die staatliche Rente.

Vorsorge wichtiger denn je

Jeder Zinsschritt nach unten lässt nach Ansicht von Finanzprofis die Sparguthaben schmelzen und senkt den Anreiz für das Sparen und Vorsorgen. Dabei müssen die Bundesbürger sich derzeit noch mehr als bisher um ihre Altersversorgung kümmern, um ihren Lebensstandard im Alter zu sichern. Denn schon jetzt fehlen deutschen Ruheständlern einer Studie der Ruhr-Universität Bochum zufolge dazu im Durchschnitt 650 Euro netto im Monat.

Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), erklärte, ein Zins noch näher an Null würde die Probleme in der Eurozone nur noch verschärfen: "Die Sparer dürfen nicht dauerhaft ungefragt zu Solidarleistungen für Europa herangezogen werden."

Falsches Signal mit negativen Folgen

Als falsches Signal mit fatalen Folgen für die private Altersvorsorge sieht auch Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), die Zinssenkung: "Allein 2012 verzeichneten die Lebensversicherer für ihre Kunden zinsbedingte Mindereinnahmen von vier Milliarden Euro." Geld, das für die Altersvorsorge fehlt. Dabei müssten vor allem jüngere Leute verstärkt vorsorgen, da sie sich aufgrund des demografischen Wandels weniger auf die gesetzliche Rente verlassen können als die Älteren, sagte Erdland.

Die Experten des Portals "wirtschaftsnachrichten.org" fürchten jedoch, dass die niedrigen Zinsen der EZB-Kredite auch die Renditezahlungen an Kunden von Lebens- und Rentenversicherungen gefährden könnten. Zwar werde den Versicherten bei Renteneintritt ein Garantiewert ausgezahlt, für die zusätzliche Überschussbeteiligung sei aber entscheidend, in welche Geldanlagen der Versicherer investiert habe.

Verluste bei privaten Rentenversicherungen möglich

Bei Staatsanleihen von Krisenstaaten etwa rechneten Verbraucherschützer mit Verlusten für die Versicherten. Finanzfachleute erwarteten zudem in den nächsten Jahren eine Steigerung der Inflationsrate auf drei bis vier Prozent. In dem Fall verliere auch die staatliche Rente an Wert, die private Vorsorge gewinne im Gegenzug an Bedeutung.

Sparer mit Tages- oder Festgeldkonten dürften die EZB-Entscheidung ebenfalls skeptisch beurteilen. Marcus Preu vom Finanzportal Biallo hat vorgerechnet: Das durchschnittliche Zinsniveau beim Tagesgeld betrage derzeit 0,73 Prozent, Spitzenanbieter zahlten jedoch noch bis zu 1,66 Prozent.

Bescheidene Rendite möglich

"Bei der derzeitigen Inflationsrate von 1,2 Prozent bedeutet dies, dass bei einzelnen Anbietern in bescheidenem Umfang die Möglichkeit einer Rendite besteht und das Kapital nicht durch den allgemeinen Preisanstieg aufgefressen wird." Beim Festgeld seien die Renditemöglichkeiten "ein bisschen besser" als beim Tagesgeld, sagte Preu.

Bei einem Anlagehorizont von zwölf Monaten zahle der beste Anbieter 1,87 Prozent Zinsen bei einer Anlagesumme von 5000 Euro, der Durchschnitt liege bei 0,87 Prozent. Bei 36 Monaten Anlagedauer seien beim besten Anbieter 2,25 Prozent zu haben und 1,14 Prozent im Schnitt aller verglichenen 114 Anbieter.

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