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Zinsen: Sparer verlieren weltweit 100 Milliarden Euro pro Jahr

Niedrige Zinsen: Sparer verlieren weltweit hundert Milliarden Euro

26.05.2013, 09:47 Uhr | AFP, t-online.de

Zinsen: Sparer verlieren weltweit 100 Milliarden Euro pro Jahr. Die Zinsen für aktuelle Sparprodukte liegen oft nur noch unter der Inflationsrate (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Zinsen für aktuelle Sparprodukte liegen oft nur noch unter der Inflationsrate (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Weltweit sind die Zinsen in den vergangenen Jahren stark gesunken. Sie liegen häufig unter der Inflationsrate. Das trifft die Sparer hart. Sie verlieren dadurch pro Jahr mehr als hundert Milliarden Euro. Das geht nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" aus Berechnungen der Frankfurter Dekabank und des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor.

Notenbanken setzen auf niedrigere Zinsen

Die sogenannten negativen Realzinsen haben demnach ihre Ursache unter anderem in der Niedrigzinspolitik der Notenbanken seit der Finanzkrise und im Zuge der Euro-Rettung.

Erst vor kurzem senkte die EZB den Leitzins auf nur noch 0,5 Prozent: So wollen die Währungshüter die lahme Konjunktur in den Krisenländern anschieben. Doch die Politik des billigen Geldes wirkt sich unmittelbar auf viele Produkte der Banken aus, die etwa bei Tagesgeldern oft nur noch Zinsen von unter einem Prozent anbieten.

Anlegergeld strömt in sichere Staaten

Zugleich ströme viel Anlegergeld in diejenigen Staaten der Welt, die als sicher gelten. Das lasse die Zinsen für Geldanlagen dort zusätzlich sinken. 23 Länder seien derzeit von negativen Realzinsen betroffen, berichtet das IW unter Berufung auf die Statistik der Weltbank.

Allein deutsche Sparer verlieren 14,3 Milliarden Euro

Für Deutschland veranschlagt die Dekabank laut "FAS" die Einbußen der Sparer durch negative Realzinsen allein bei Tagesgeld, Girokonten und Ersparnissen, die in bar gehalten werden, auf rund 14,3 Milliarden Euro im Jahr.

Das entspreche 0,5 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts, sagte Deka-Chefvolkswirt Ulrich Kater dem Blatt zufolge. Hält die Entwicklung weiter an, drohen den Sparern sogar theoretisch noch höhere Verluste.

Sparern drohen bald höhere Verluste

Denn immer mehr alte Anleihen und Sparverträge, die gegenwärtig noch mehr Zinsen abwerfen, laufen aus. In dem Fall müssen die Sparer das Geld neu anlegen und das zu den niedrigen Zinsen, die derzeit geboten werden.

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